Tödlicher Zugunfall in Unterwittighausen – 82-jähriger Fahrradfahrer bleibt zwischen geschlossenem Bahnübergang stehen – Regionalexpress erfasst Radfahrer

Main-Tauber-Kreis Verkehrsunfälle

Wittighausen. Ein tödlicher Bahnunfall ereignete sich am Samstagabend, den 01.08.2020, auf der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Würzburg. Im unmittelbaren Grenzgebiet zwischen Wittighausen (Main-Tauber-Kreis) und Kirchheim Unterfranken (Landkreis Würzburg) erfasste ein Regionalexpress des Bahnunternehmens Go-Ahead einen mitten auf dem geschlossenen Bahnübergang stehenden Fahrradfahrer. Trotz eingeleiteter Notbremsung gab es einen schweren Zusammenstoß zwischen dem Fahrradfahrer und dem Regionalexpress. Der Fahrradfahrer starb hierbei. Passagiere des Zuges wurden durch die umliegenden Feuerwehren evakuiert und betreut. Die Bahnstrecke zwischen Würzburg und Lauda-Königshofen war rund 9 Stunden voll gesperrt.

Fahrradfahrer überquerte geschlossenen Bahnübergang

Um 18.53 Uhr befuhr ein Fahrradfahrer den Radweg zwischen Unterwittighausen und Oberwittighausen, der parallel zur Bahnstrecke Würzburg-Stuttgart verläuft. Am Ortsausgang von Unterwittighausen überquerte der 82-jährige Fahrradfahrer ersten Erkenntnissen der Polizei nach, den bereits geschlossenen einseitig beschrankten Bahnübergang „Grenzenmühlenweg“. Während der Überfahrt bemerkte der 82-jährige Fahrradfahrer, dass dieser sich über einem bereits geschlossenen Bahnübergang befindet. Kurzerhand blieb dieser zunächst auf den Gleisen stehen. Sekunden später wurde der Fahrradfahrer von dem heranfahrenden Regionalexpress 8, der aus Fahrtrichtung Würzburg kam, erfasst.

Regionalexpress erfasst Fahrradfahrer – Fahrradfahrer erlitt tödliche Verletzungen

Durch den Zusammenstoß erlitt der 82-Jährige unmittelbar tödliche Verletzungen. Dieser, sowie das Fahrrad wurden rund 100 Meter nach dem Bahnübergang im Gleisbett aufgefunden. Der 82-Jährige stammte aus dem Grenzgebiet zwischen Baden-Württemberg und Bayern und war zuvor mit dem Rad zu einer Tour aufgebrochen.

70 Zugpassagiere mussten evakuiert werden – Keine Verletzten Passagiere – Lokführer erleidet Schock

Der Regionalexpress 8 war mit 70 Zugpassagieren besetzt, die alle unverletzt blieben. Der betroffene Triebfahrzeugführer erlitt einen schweren Schock. Dieser wurde noch vor Ort vom Deutschen-Roten-Kreuz Tauberbischofsheim betreut. Um die 70 Zugpassagiere kümmerte sich die Freiwillige Feuerwehr Wittighausen, die mit der Gesamtwehr und rund 40 Einsatzkräften die Passagiere evakuierten und in der heißen Wetterlage betreuten. Ein Pendelverkehr der zu evakuierenden Zugpassagiere erfolgte mit Feuerwehrfahrzeugen zwischen der Unfallstelle und einer Grundschule in Unterwittighausen. Die Gemeindeverwaltung stellte unbürokratisch Getränke für die evakuierten Passagiere und Einsatzkräfte zur Verfügung. Ein Ersatzverkehr mit angeforderten Bussen erfolgte für eine weitere Reise.

Rund 9-stündige Vollsperrung – Gutachter und Sachverständiger vor Ort

Zur Aufnahme des Verkehrsunfalles, da dieser an einem Bahnübergang stattfand, war das Verkehrskommissariat aus Künzelsau vor Ort. Zwei weitere Streifenbesatzungen vom Polizeirevier Tauberbischofsheim unterstützten die Kollegen des Verkehrskommissariats. Ebenso war die Bundespolizei aus Heilbronn angereist und übernahm die bahntechnischen Ermittlungen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Mosbach, wurde ein Gutachter und Sachverständiger zur weiteren Klärung des Unfallgeschehens aus Bad Friedrichshall hinzugezogen. Die Bahnstrecke Würzburg-Stuttgart war für rund 9 Stunden voll gesperrt. Es wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen dem Hauptbahnhof Würzburg und Bahnhof Lauda eingerichtet. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.