Fußgängerin auf B290 bei Gerlachsheim getötet – 2ter tödlicher Ausgang in den letzten 4 Wochen

Main-Tauber-Kreis Verkehrsunfälle

B290/Lauda-Königshofen. Erneut kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Bundesstraße zwischen Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim. Am Mittwochabend, den 29.01.2020, lief eine PKW-Fahrerin die zuvor eine Panne mit ihrem Fahrzeug hatte, von einem Parkplatz der Bundesstraße nahe Gerlachsheim über die Straße in Richtung des gegenüberliegenden Parkplatzes. In diesem Moment wurde die Fußgängerin von einer Verkehrsteilnehmerin aus Fahrtrichtung Lauda-Königshofen kommend erfasst und zugleich tödlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Gutachter ein. Die Bundesstraße 290 war für rund 5 Stunden voll gesperrt. Es werden dringend Zeugen gesucht. Zuletzt ereignete sich vor rund 4 Wochen ein tödlicher Verkehrsunfall zwischen einem Fußgänger und PKW rund 3,5 Kilometer weiter bei Tauberbischofsheim (wir berichteten.)

Mehrere Notrufe meldeten schweren Verkehrsunfall – Fußgängerin von PKW frontal erfasst

Um 18.13 Uhr gingen mehrere Notrufe bei dem Polizeipräsidium Heilbronn sowie der Integrierten Leitstelle Main-Tauber ein. Die Notrufgeber meldeten einen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 290, zwischen Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim, bei Lauda-Königshofen, auf Höhe des Gerlachsheimer Weinberg. Vor Ort stellte anfänglich heraus, dass eine bislang unbekannte weibliche Person auf der Bundesstraße von einem PKW Mercedes SUV, der von einer 56-jährigen Fahrerin aus dem Landkreis Main-Spessart gelenkt wurde, frontal erfasst und tödlich verletzt wurde.

Tödliche Verletzungen erlitten – Weitere PKW-Fahrerin erleidet schweren Schock

Durch den schweren Zusammenstoß wurde die 78-jährige Fußgängerin, die aus dem Main-Tauber-Kreis stammte, auf die Fahrbahn zurückgeschleudert. Diese kam mittig in Fahrtrichtung Tauberbischofsheim zum Erliegen; war bereits nicht mehr ansprechbar. Mehrere Reanimierungsversuche von mehreren Ersthelfern blieben erfolglos. Die 78-jährige Fußgängerin starb an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen. Die 56-jährige SUV-Fahrerin aus dem Main-Spessart erlitt einen schweren Schock und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Getötete Fußgängerin war zuvor mit PKW auf Bundesstraße – Vorderreifen platzte vor Parkplatz

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass sich der PKW der Marke Toyota der 78-jährigen Fußgängerin auf dem gegenüberliegenden Parkplatz – Fahrtrichtung Lauda-Königshofen, befand. Die 78-jährige Toyota-Fahrerin war zuvor aus Tauberbischofsheim kommend unterwegs. Aus bislang unbekannten Gründen platzte der 78-jährigen Toyota-Fahrerin während der Fahrt das rechte Vorderrad. Die Fahrerin schaffte es noch ihr Fahrzeug zu fangen und den PKW in den direkten Einfahrtbereich des Parkplatzes zu manövrieren. Da der PKW Toyota im Einfahrtbereich ein Hindernis darstellte, sicherte Sie diesen ordnungsgemäß mit einem Warndreieck ab.

Staatsanwaltschaft schaltet Gutachter ein – Langwierige Vollsperrung der Bundesstraße

Zur Erforschung des tödlichen Verkehrsunfalls wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachter beauftragt, der unter anderem den genauen Umstand klären soll, weswegen die 78-Jährige den einen Parkplatz verließ und über die Bundesstraße 290 zu dem gegenüberliegenden Parkplatz versuchte zu laufen. Aufgrund der langwierigen Ermittlungs-, und Bergungsmaßnahmen war die Bundesstraße 290 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Der Verkehr wurde in den ersten zweieinhalb Stunden über die parallel verlaufende Kreisstraße 2814 beidseitig über Distelhausen umgeleitet. Danach erfolgte die Umleitung beziehungsweise Durchleitung des beidseitigen Verkehrs wieder an der Bundesstraße über die Parkplätze. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Lauda sowie Gerlachsheim waren mit 5 Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften für die technische Hilfeleistung in Form des ausleuchten der Einsatzstelle im Einsatz. Ferner waren von dem Deutschen-Roten-Kreuz zwei Rettungswagen sowie ein Notarztteam vor Ort. Kurz vor 23.00 Uhr konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden.

Dringend Zeugen gesucht

Das Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim sucht dringend Zeugen, die Angaben zu dem Verkehrsunfall machen können und den grünen Kleinwagen Toyota Yaris der Verstorbenen beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise erbittet das Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341 – 60040.