Weiterer Förderbescheid des Bundes eingetroffen – Schließung weiterer Flecken im Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis. Der Main-Tauber-Kreis hatte im September 2019 vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, vertreten durch die »atene KOM GmbH«, einen weiteren Förderbescheid für den Breitbandausbau in Höhe von 9,3 Millionen Euro erhalten. Die neue Förderung wird für die Erschließung der noch bestehenden weißen Flecken im Main-Tauber-Kreis mit 362 zu verbessernden Hausanschlüssen und die Weiterführung der Glasfaserstränge in 21 Gewerbegebiete genutzt. Landrat Reinhard Frank zeigte sich überaus erfreut und dankte zugleich den Bundestagsabgeordneten Nina Warken und Alois Gerig für deren Einsatz.

Breitbandkonzeption in mehreren Abschnitten gegliedert

Die Breitbandkonzeption im Main-Tauber-Kreis ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen Basiskonzepts wurden 99 Prozent aller Anschlüsse im geförderten Projektgebiet mit einer Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s versorgt. Dies betrifft sowohl private als ebenso gewerbliche Anschlüsse. Gegenwärtig läuft die Anbindung von Schulen und Bildungshäusern mit unmittelbaren Glasfaseranschlüssen.

Bislang konnten nicht alle Hausanschlüsse in die Fördergebiete aufgenommen werden

Um die 2017 formulierte Zeitvorgabe des Bundes einzuhalten, konnten nicht alle Hausanschlüsse in das bisherige Fördergebiet aufgenommen werden. Hierbei handelt es sich zumeist um Ortsrandbebauungen oder um Einzelgehöfte. Die Erschließung dieser so genannten weißen Flecken wird jetzt als weiterer Baustein des Main-Tauber-Kreises auf dem Weg der Breitbanderschließung umgesetzt. In dieses Konzept gehört ebenso die Glasfaserstränge in die Gewerbegebiete hineinzuführen. Bisher können dort Unternehmen die vorhandene Infrastruktur mit den bekannten Bandbreiten nutzen. »Durch den direkten Anschluss an Glasfaser wird jetzt die Gigabit-Welt verwirklicht«, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Weitere Finanzielle Anstrengung von Landkreis, Städten und Gemeinden erforderlich

Um diese beiden weiteren konzeptionellen Bausteine »Erschließung der weißen Flecken« und »Glasfaser in die Gewerbegebiete« zu verwirklichen, ist eine weitere, erhebliche finanzielle Anstrengung des Landkreises mit seinen Städten und Gemeinden erforderlich. Die Landkreisverwaltung hat daher im Sinne des Kreistages und der Städte und Gemeinden einen weiteren Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur, vertreten durch die »atene KOM GmbH«, eingereicht. Hierbei wurde angegeben, dass voraussichtlich mit einem Kostenvolumen von rund 18,6 Millionen Euro zu rechnen ist.

9,3 Millionen Euro Förderbescheid von dem Bund erhalten

»Ich freue mich sehr, dass wir nun durch den Bund mit einem weiteren Förderrahmen von rund 9,3 Millionen Euro berücksichtigt wurden«, erklärt Landrat Reinhard Frank. Er dankt dem zuständigen Bundesministerium und insbesondere den beiden Bundestagsabgeordneten Alois Gerig und Nina Warken, die sich nachhaltig für die Bewilligung eingesetzt haben. Mit Eingang des Bundesbescheides wurde ebenso das Land Baden-Württemberg kontaktiert und eine ergänzende Landesförderung beantragt. »Denn auch seitens des Landes benötigen wir für diese Zukunftsaufgabe Unterstützung«, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Wirtschaftsförderung des Landkreises nimmt weitere Schritte in die Hand

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises wird jetzt die weiteren Schritte der Umsetzung dieser Konzeption mit den Städten und Gemeinden erörtern, sowie die Ausschreibung der erforderlichen Erschließungsarbeiten auf den Weg bringen. Aufgrund des Kostenvolumens wird es eine europaweite Ausschreibung geben. »Wir haben uns bereits auf diese Situation vorbereitet und den Ausschreibungstext weitestgehend erstellt«, ergänzt Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Die Ausschreibung soll im Oktober 2019 starten. Vorgesehen ist, dass die weißen Flecken in einem kreisweiten Gesamtbündel zur Ausschreibung gelangen. Für die einzelnen Gewerbegebiete werden lokale Bündel gebildet.


Foto: Symbolfoto