Neckar-Odenwälder Rettungsschwimmer unterstützen Wasser-Rettungsdienst an der Ostsee

Gastbeiträge

Mosbach/Aglasterhausen/Fehmarn. Über 4.500 ehrenamtliche Rettungsschwimmer sorgen auf rund 90 Wachstationen zwischen Mai und September für Sicherheit an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Fünf von Ihnen machten sich von der DLRG Aglasterhausen und der DLRG Mosbach auf die über 700 Kilometer Anreise nach Burg auf Fehmarn, um dort zwei Wochen den Dienst zu übernehmen.

Fünf ehrenamtliche Rettungsschwimmer aus Mosbach und Aglasterhausen in Fehmarn

Markus Sinther, Sarah Reznik (beide Aglasterhausen), sowie Ann-Kathrin Roos, Lars Janson und Lisa Joho (alle aus Mosbach) engagieren sich schon mehrere Jahre in ihren jeweiligen DLRG Ortsgruppen. Alle sind im Besitz des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens Silber, verfügen teilweise sogar über weitere Kenntnisse und Qualifikationen, wie die Ausbildung zum Helfer im Wasser-Rettungsdienst, Sanitäter oder sogar Rettungssanitäter. Ebenso als Rettungsschwimmer in den heimischen Schwimmbädern, bei Veranstaltungssicherungen oder als Einsatzkraft in der öffentlichen Gefahrenabwehr konnten Sie schon Erfahrungen sammeln.

2,5 Kilometer langer Strandabschnitt abgesichert

Bestens ausgebildet und gerüstet machten sich die fünf jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 19 Jahren Anfang August 2019 zu ihrem zweiwöchigen Dienst an den Südstrand von Fehmarn auf. Von einer Zentralstation und 3 Türmen galt es mit 10 Kameraden den rund 2,5 Kilometer langen Strandabschnitt abzusichern. Für ihre Aufgabe stand den Wasserrettern dazu zwei Rettungsboote, Rettungsbretter sowie eine umfangreiche medizinische Notfallausrüstung zur Verfügung.

Rot-gelbe Flagge signalisiert international einheitlich bewachten Strandabschnitt

Täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr waren die Rettungsschwimmer an ihren eingeteilten Positionen einsatzbereit: Nach einer kurzen Dienstbesprechung mit der Einteilung der Wachmannschaft, begann die tägliche Routine mit dem aufklaren der Wachstation und der Türme. »Die rot-gelbe Flagge signalisiert international einheitlich, dass dieser Strandabschnitt bewacht ist«, berichtete Sinther von den Aufgaben. Die Einsatzausrüstung wurde bereitgestellt und jeden Morgen erneut kontrolliert. »Egal ob Sprechfunkgerät, Rettungsbrett oder der Notfallrucksack – bei einem Einsatz müssen wir uns zu 100 % auf das Material verlassen können«, erklärt Reznik die Notwendigkeit dieser Maßnahmen.

Ruhige Wochen hinter sich gehabt

Neben der Rettung von Personen aus Wassergefahr gehört ebenso die medizinische Erstversorgung am Strand zu den Aufgaben der Rettungsschwimmer. »Es waren ruhige Wochen – Quallenverletzungen, Bienenstiche oder Schürfwunden gehören einfach dazu«, fasst Reznik, die bereits ihre 2. Saison auf Fehmarn war, das Einsatzaufkommen zusammen. Ebenfalls einem Kite-Surfer, der sich in seinem Kite verfangen hatte, konnten die Rettungsschwimmer schnell helfen, ergänzt Janson von der Mosbacher Ortsgruppe.

Jahresurlaub und Sommerferien für das Ehrenamt geopfert

Für den 14-tägigen Wasser-Rettungsdienst an der Küste wurde von allen ein Großteil ihres Jahresurlaubs bzw. ihrer Sommerferien »geopfert«. Dennoch waren sich alle einig, dass es sich mehr als gelohnt hat. Anderen helfen zu können, das Gemeinschaftsgefühl in der weltweit größten freiwilligen Wasserrettungsorganisation und die Neugierde neue Erfahrungen in der Wasserrettung zu sammeln, war die Motivation für die Rettungsschwimmer aus Mosbach und Aglasterhausen. Begeistert von den Eindrücken planen die fünf schon jetzt die Wachsaison 2020 an der deutschen Küste.


Fotos: DLRG OG Mosbach