19-jähriger Polo-Fahrer verfolgte aus purer Langeweile Streifenwagen rund 15 Kilometer lang bei Tauberbischofsheim

Main-Tauber-Kreis

Werbach/Tauberbischofsheim. Normalerweise ist die Polizei dafür bekannt, die Verfolgung aufzunehmen. Das es einmal anders kommen würde, damit hätten die eingesetzten Polizeibeamten wohl nicht gerechnet. Am Donnerstag, den 05.09.2019. wurde ein Streifenwagen von einem PKW-Fahrer von Wenkheim bis nach Tauberbischofsheim verfolgt. Die Polizei setzte dem Spuk ein Ende und zog den PKW-Fahrer einer Verkehrskontrolle unter. Als Verfolgungsgrund nannte dieser »pure Langeweile«.

PKW verfolgte Streifenwagen rund 15 Kilometer weit – PKW wartete an Fußgängerzone

Kurz nach Mitternacht staunte eine Polizeistreife nicht schlecht, als diese rund 15 Kilometer lang von einem PKW verfolgt wurden. Angefangen in dem Werbacher Ortsteil Wenkheim, ging die Fahrt bis nach Tauberbischofsheim. Zu Ende war diese bei weitem nicht. Als die Polizeistreife in die Tauberbischofsheimer Fußgängerzone fuhr, um dort routinemäßig Streife zu fahren, wartete der PKW-Fahrer so lange, bis die Streifenwagenbesatzung wieder aus der Fußgängerzone fuhr. Danach setzte sich der PKW-Fahrer erneut hinter den Streifenwagen und verfolgte diesen wieder.

Polizei leitete Verkehrskontrolle ein – Polo-Fahrer gab pure Langeweile als Grund an

Irgendwann ist ebenso bei Polizeibeamten der Geduldsfaden ausgereizt. Die Streifenwagenbesatzung drehte den Spieß um und entschied sich dazu, den PKW-Fahrer einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen 19-jährigen VW-Polo-Fahrer handelte. Auf die Frage, weswegen der 19-Jährige den Streifenwagen verfolgte, gab dieser laut dem Polizeipräsidium Heilbronn »als plausiblen Grund für die Verfolgung, pure Langeweile« an. Nach dieser Aussage ließen die Polizeibeamten den 19-Jährigen von dannen ziehen. Ob dieser es noch einmal versuchte, einen Streifenwagen zu verfolgen, konnte nicht mehr in Erfahrung gebracht werden.


Foto: René Engmann