Familienvater fuhr über rote Ampel – 5-jähriger Sohn wählte Polizeinotruf – Papa einsperren

Unterfranken

Unterfranken. Ein nicht alltäglicher »Notruf« hatte das unterfränkische Polizeipräsidium am Freitag, den 02.08.2019, erreicht. Ein 5-jähriger Anrufer war mit dem Verkehrsverhalten seines Papas nicht einverstanden und verständigte daraufhin die Polizei. Darin forderte der Bub die Festnahme des Vaters, da dieser zwei Mal über eine rote Ampel gefahren sei. Am Ende verzichtete der 5-jährige Sohn auf einen Streifenwagen und die geforderte Festnahme.

Kinderstimme bei Notrufzentrale zu hören gewesen – Sofortiger Rückruf

Der vermeintliche Notruf ging in den Nachmittagsstunden bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein. Nachdem für einen kurzen Augenblick eine Kinderstimme am Telefon zu hören war, wurde gleich wieder aufgelegt. Der Polizeibeamte an der Notrufannahme zögerte nicht lange und rief die Nummer umgehend zurück.

Sohn meldetet Vater bei Polizei – Zwei Mal über Rot gefahren – Einsperren des Vaters verlangt

Am Telefon meldete sich der Vater des Anrufers und entschuldigte sich zunächst für das Verhalten seines Sohnes. Kurz darauf übergab er den Hörer an seinen 5-jährigen Sohn, der in der Folge vorwurfsvoll erzählte, dass sein Vater »zwei Mal über eine rote Ampel gefahren sei und die Polizei ihn deshalb einsperren solle«. Nach gutem Zureden des Polizeibeamten verzichtete der 5-Jährige jedoch auf eine Streife.

Allerlei kurioses bei den Notrufen – Grundsätzlich ist die 110 für echte Ernstfälle

Im Zusammenhang mit dem Anruf hatte sich wieder einmal gezeigt, wie vielfältig die Notrufe sind, die in der unterfränkischen Einsatzzentrale eingehen und vor allem, wie flexibel mit den Bürgerinnen und Bürgern umgegangen wird. Nichtsdestotrotz weist das Polizeipräsidium Unterfranken explizit darauf hin, dass die 110 grundsätzlich nur in echten Ernstfällen angerufen werden darf.


Foto: Symbolfoto