SEK-Einsatz in Neunkirchen – Mann in eigener Wohnung in psychischen Ausnahmezustand

Main-Tauber-Kreis

Bad Mergentheim. Zu einem polizeilichen Großeinsatz, mit Einbeziehung des Spezialeinsatzkommandos der Polizei, kurz »SEK«, kam es am Donnerstag, den 25.07.2019, in einem Ortsteil von Bad Mergentheim. Der Einsatz, bei dem ein Mann, der in seiner Wohnung war und nach Hinweisen möglicherweise Waffen bei sich habe, konnte nach knapp 3 Stunden beendet werden . Verletzte gab es keine. Der Mann, so das Polizeipräsidium Heilbronn, befand sich in einer psychischen Ausnahmesituation. Massive Falschmeldungen machten bereits während des laufenden Einsatzes die große Runde unter der Bevölkerung. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

Spezialeinsatzkommando mit Polizeihubschrauber eingeflogen

Gegen 12.00 Uhr kam es nach und nach zu einem großen Einsatz der Polizei in Bad Mergentheim, wobei weitere starke Kräfte, sowie das Spezialeinsatzkommando hinzugezogen werden mussten. Nachdem die Polizei mehrere Hinweise erlangte, das ein Mann sich in Neunkirchen, einem Ortsteil von Bad Mergentheim, in seiner Wohnung aufhalte, sich zugleich in einer psychischen Ausnahmesituation befinde und ebenso nicht auszuschließen war, dass der Mann im Besitz von Waffen wäre, wurde ein Teil der Besatzung das Spezialeinsatzkommando mit einem Polizeihubschrauber aus Stuttgart eingeflogen. Der weitere Trupp kam mit Einsatzfahrzeugen. Der Polizeihubschrauber landete neben dem Landeplatz des Caritas-Krankenhauses. Die Spezialkräfte wurden im Anschluss mit Fahrzeugen zu einem Sammelpunkt und Koordinationsstelle der Polizei gebracht.

Spezialeinsatzkommando überwältigte Mann – Einsatz ging ohne Verletzte zu Ende

Der Einsatz konnte durch die Spezialkräfte gegen 14.40 Uhr ohne Zwischenfälle beendet werden. Der Mann trug glücklicherweise keine Waffe bei sich. Der Mann kam anschließend in medizinische Betreuung. Bei dem Einsatz wurden weder der Mann noch Einsatzkräfte verletzt.

Zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung – Massive Falschmeldungen im Umlauf

Um es nochmals ausdrücklich zu erwähnen: Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung. Bereits kurz nach dem der Einsatz sich durch die Polizeikräfte vergrößerte, entbrannte eine Welle von Falschmeldungen und Gerüchten, unter anderem in dem sozialen Netzwerk Facebook. Dort, wie ebenso über soziale Messenger-Dienste und Mundpropaganda, überschlugen sich die Falschinformationen. Jegliche Informationen die einen Vorfall in der Öffentlichkeit zum Anschein bringen, sind falsch. Das Polizeipräsidium Heilbronn weist ausdrücklich darauf hin, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestand.


Fotos: René Engmann