Vollbesetzter Regionalzug auf freier Strecke bei Lauda gestoppt – Großeinsatz für Rettungsdienst

Hilfeleistungen Main-Tauber-Kreis

Lauda-Königshofen. Zu einem nichtalltäglichen Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr kam es am Donnerstag, den 18.07.2019, in Lauda-Königshofen. Auf der Bahnstrecke der Taubertalbahn stoppte ein Regionalzug zwischen Distelhausen und Lauda schlagartig. Der mit rund 110 Passagieren, darunter einer sehr großen Anzahl an Kindern besetzte Regionalzug, blieb zunächst knapp 1 Stunde auf freier Strecke stehen. Die inzwischen alarmierten Feuerwehren aus Lauda, Gerlachsheim und Bad Mergentheim sollten eine Evakuierung der Passagiere vornehmen. Während des laufenden Einsatzes kam es jedoch anders, sodass der vollbesetzte Regionalzug die polizeiliche Freigabe erhielt, und in den Laudaer Bahnhof einfahren durfte. Hier übernahmen der Rettungsdienst und das Ordnungsamt der Stadt Lauda-Königshofen die weitere Betreuung und Koordination.

Regionalzug auf freier Strecke gestoppt – Rund 110 Passagiere an Bord – Darunter viele Kinder

Gegen 09.00 Uhr befuhr ein Regionalzug die eingleisige Bahnstrecke der Taubertalbahn von Tauberbischofsheim nach Lauda. Der mit rund 110 Passagieren, darunter sehr vielen Kindern besetzte Regionalzug, stoppte zwischen dem Tauberbischofsheimer Ortsteil Distelhausen und Lauda schlagartig auf freier Strecke, rund 3 Kilometer vor dem Laudaer Bahnhof. Ein abgesetzter Notruf ließ den Rettungsdienst und die Polizei an die stehengebliebene Stelle kommen. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn war ebenso auf dem Weg zur Örtlichkeit. Dem ganzen Geschehen lagen polizeiliche Ermittlungen zugrunde.

Feuerwehren zur Evakuierung des Regionalzuges alarmiert

Rund eine Stunde später, um 09.56 Uhr, erhielt die Freiwillige Feuerwehr Lauda; im Anschluss die Freiwilligen Feuerwehren Gerlachsheim und Bad Mergentheim die Alarmierung zu dem auf freier Strecke stehengebliebenen Regionalzug. Das Hinzuziehen der Feuerwehren war der technischen Hilfestellung, Amtshilfe der Polizei und Unterstützung des Rettungsdienstes samt Evakuierung des vollbesetzten Regionalzuges zugrunde gelegt. Eine Evakuierung der Passagiere vor Ort wurde aufgrund der Gegebenheiten verworfen. Durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn und der Polizei erfolgte die Freigabe des Regionalzuges bis in den nächsten Bahnhof einige Zeit später. Dieser befand sich rund 3 Kilometer weiter in Lauda.

Betreuung und Koordinierung der 110 Passagiere am Laudaer Bahnhof durch Rettungsdienst

Am Laudaer Bahnhof angekommen erwarteten die Passagiere des Regionalzuges für die weitere Betreuung eine große Anzahl an Rettungsdienstkräften, Rettungswagen, Notarztfahrzeugen, Krankentransportwagen und Fahrzeugen des Bevölkerungsschutzes (Rettungsdienst). Geschultes Personal kümmerte sich nach und nach um die weitere Übergabe und Koordination. Das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Lauda-Königshofen organisierte für die 110 Passagiere 4 Busse, die für einen weiteren Transport benötigt wurden. Um 11.30 Uhr rollte der letzte Bus mit den übrigen Passagieren von dem Zentralen Omnibusbahnhof in Lauda davon.

Langwierige Streckensperrung – Ersatzverkehr

Die kurz nach 09.00 Uhr angeordnete Streckensperrung der Verbindung Tauberbischofsheim – Lauda hatte Auswirkungen auf den gesamten Bahnverkehr im mittleren Taubertal. Die Westfrankenbahn konnte hierfür einen Ersatzverkehr einrichten, der zwischen Tauberbischofsheim und Lauda pendelte. Um 12.45 Uhr hob die Westfrankenbahn die Vollsperrung der Strecke auf. Im Nachgang kam es weitere Stunden zu Verspätungen und Teilausfällen.


Fotos: René Engmann