BRK Würzburg gibt Tipps zur Hitzewelle – Trinken, Schatten, leichte Kleidung

Gastbeiträge Prävention

Würzburg. Die Wetterdienste sagen für die kommende letzte Juniwoche 2019 eine Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad voraus, manche halten sogar 40 Grad für möglich. Steigen die Temperaturen, kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Das Bayerische-Rote-Kreuz, kurz »BRK«, rechnet deshalb vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders bei älteren oder kranken Menschen.

Ausreichend Flüssgkeit zu sich nehmen

Prof. Dr. Peter Sefrin, Chefarzt der BRK Kreisverbandes Würzburg, empfiehlt: »Bei Hitze unbedingt mehr trinken. Die tägliche Trinkmenge von rund zwei Litern sollte mindestens um einen Liter erhöht werden.« Da bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden.

Alkoholkonsum ein No-Go – Richtige Kleidung wichtig – Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor

Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen zusätzlichen Gefährdungsfaktor dar, da dieser durch vermehrte Ausscheidung zu Flüssigkeitsverlusten führt.

Vorsorglich sollte die Kleidung entsprechend gewählt werden. Es empfiehlt sich dünnes Gewebe, das den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Der Schweiß muss auf der Haut verdunsten können.

Vorsicht ebenfalls vor der direkten Sonneneinstrahlung. Säuglinge dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kleinkinder und Senioren sowie hellhäutige Menschen sind sehr empfindlich und müssen sich besonders schützen. Deshalb ist der Sonnenhut für kleine Kinder und für ältere Menschen, eventuell mit einem Nackenschutz, ein Muss, um die Kopfhaut vor der Sonne zu schützen. Außerdem sollte man eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf freiliegende Hautpartien auftragen.

Erste-Hilfe bei Hitzschlag – Regeln beachten – Notruf absetzen

Bei einem Hitzschlag kommt es zu einem Wärmestau im Körper. Der Betroffene fühlt sich müde und erschöpft. Es kann zu Krämpfen und Erbrechen kommen, ebenso zu Schwindelgefühl, Verwirrtheit oder Halluzinationen. Erste-Hilfe-Ausbilder Oliver Lückhof erklärt, was in dem Fall zu tun ist:

  1. Bringen Sie den Betroffenen in den Schatten und lagern Sie seine Beine leicht erhöht. Öffnen Sie beengende Kleidung, fächeln Sie ihm Luft zu oder kühlen Sie ihn mit feuchten Tüchern.
  2. Bieten Sie Wasser oder Getränke wie Apfelschorle zu trinken an – jedoch nur wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist.
  3. Wählen Sie umgehend den Notruf 112 und kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Falls der Patient das Bewusstsein verliert, bringen Sie ihn sofort in stabile Seitenlage.

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Foto: Symbolfoto