Mülltonnen im Main-Tauber-Kreis werden digital – Bechippung in Tauberbischofsheim Ende Juni abgeschlossen

Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis »AWMT« wird im Jahr 2019 die Müllentsorgung deutlich modernisieren und bürgerfreundlicher gestalten. Künftig ist es nicht mehr notwendig, zum Jahresbeginn zur örtlichen Gemeinde- oder Stadtverwaltung zu gehen, um eine neue Gebührenmarke zu kaufen. Damit gehören Warteschlangen der Vergangenheit an. Vielmehr erhalten alle Haushalte ab 2020 immer zu Jahresbeginn einen Gebührenbescheid zugesandt. Die Müllgebühr kann dann an den AWMT überwiesen werden. Wird ein Sepa-Mandat (Lastschriftverfahren) erteilt, kann der Betrag in Zukunft auch ganz bequem automatisch abgebucht werden.

Stadtgebiet Tauberbischofsheim mit Ortsteilen an der Reihe – Mithilfe der Bevölkerung wichtig

Um diese Veränderung zu ermöglichen, stellt der AWMT im Laufe des Jahres 2019 auf ein modernes Behälter-Identifikationssystem »Identsystem« um. Hierzu erhalten alle Restmüll-, Biomüll- und Papiergefäße im Main-Tauber-Kreis jeweils eine eigene Identifikationsnummer und werden mit einem Chip ausgestattet. Die Bechippung im Stadtgebiet Tauberbischofsheim findet in der Zeit von Montag, 24. Juni, bis Samstag, 29. Juni 2019 statt. Die Stadtteile Dienstadt, Distelhausen, Dittigheim, Dittwar, Hochhausen und Impfingen sind für die Woche von Montag, 1. Juli, bis Samstag, 6. Juli eingeplant. Dazu ist die Mithilfe der Bevölkerung wichtig.

Bürgeranschreiben eine Art Anleitung zum Mithelfen – Datenschutzrechtlich unbedenklich

Mittels eines Bürgeranschreibens erhält jeder Haushalt Informationen, was zu tun ist und welche Müllgefäße zu dem Haushalt registriert sind. Dem Schreiben liegen Aufkleber bei. Diese sind auf den jeweiligen Deckel der Müllgefäße zu kleben. Am mitgeteilten Termin müssen alle Gefäße an den Straßenrand gestellt werden. Wurde das Gefäß erfolgreich bechippt, klebt an der Seite ein Aufkleber. Die Tonne kann zurückgeholt werden; die Bechippung ist abgeschlossen. Der Chip enthält oder sammelt keine personenbezogenen Daten. Auf dem Transponder ist lediglich eine weltweit einmalige Nummer gespeichert. Das System ist daher aus datenschutzrechtlicher Sicht unbedenklich. Während der Bechippungsphase kann es zu Verzögerungen bei der Auslieferung von bestellten Tonnen kommen.


Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis