7 Jahre Gefängnis für irakischen Asylbewerber nach Messerstecherei in Königshöfer Flüchtlingsunterkunft

Main-Tauber-Kreis

Lauda-Königshofen. Wie bereits mehrfach berichtet, kam es am Vorabend des Samstages, den 17.11.2018, in einer Königshöfer Flüchtlingsunterkunft zu einer Messerstecherei zwischen zwei Personen, wobei ein 32-jähriger Bewohner durch Messerstiche an Körper und Gesicht lebensgefährlich verletzt wurde. Ein 27-jähriger irakischer Asylbewerber flüchtete damals, ließ sein Opfer zurück und konnte 5 Tage später aufgefunden und festgenommen werden. Am Donnerstag, den 23.05.2019, erfolgte die rechtskräftige Verurteilung des Angeklagten durch das Schwurgericht am Landgericht Mosbach. 7 Jahre Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte 9 Jahre Gefängnis wegen versuchten Mordes beantragt.

Meinungsverschiedenheiten führten zu Messerstecherei – Opfer lebensgefährlich verletzt

Gegen 21.00 Uhr kam es am Samstag, den 17.11.2018, zu einer Messerstecherei in einer Flüchtlingsunterkunft in der Straße »Am Breitenstein« im Lauda-Königshofener Ortsteil Königshofen, die direkt an den dortigen Bahngleisen verläuft. Eine Auseinandersetzung, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zweier Beteiligter, endete am Schluss für einen 32-jährigen Bewohner der dortigen Flüchtlingsunterkunft mit lebensgefährlichen Verletzungen an Körper und Gesicht. Der Täter, ein 27-jähriger irakischer Asylbewerber, der nicht aus dieser Flüchtlingsunterkunft stammte, wie die Staatsanwaltschaft Mosbach mitteilte.

Versuchter Mord – Lebensgefährlich verletztes Opfer liegen gelassen und geflüchtet – Großfahndung

Nach dem versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wie es die Staatsanwaltschaft Mosbach dem 27-jährigen irakischen Asylbewerber vorwarf, flüchtete dieser von dem Ort des Geschehens. Das 32-jährige lebensgefährlich verletzte Opfer ließ er liegen. Die Polizei leitete umgehend eine Großfahndung ein, die zunächst erfolglos verlief.

Haftbefehl – Versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung

Mit Hilfe von Zeugenaussagen gelang es der Polizei einen 27-jährigen irakischen Asylbewerber am Donnerstag, den 22.11.2018, festzunehmen. Den damaligen Erkenntnissen nach, kam es zu der Auseinandersetzung aufgrund von persönlichen Differenzen. Die Staatsanwaltschaft Mosbach stellte wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung Haftantrag. Der 27-jährige irakische Tatverdächtige wurde am Freitag, den 23.11.2018, dem Haftrichter des Amtsgerichts Tauberbischofsheim vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Der 27-jährige irakische Asylbewerber wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

2-tägiger Prozess vor dem Landgericht Mosbach – Rechtskräftige Verurteilung zu 7 Jahren Gefängnis

Zur Strafsache wurden hierfür zwei Tage angesetzt. Der erste Verhandlungstermin fand am Donnerstag, den 16.05.2019, statt. Die Fortsetzung erfolgte am Donnerstag, den 23.05.2019, und endete mit einer rechtskräftigen Verurteilung. Der 27-jährige irakische Angeklagte wurde hierbei wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren verurteilt. Das Gericht ordnete an, dass der Haftbefehl in Vollzug bleibt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte wegen versuchten Mordes eine Freiheitsstrafe von 9 Jahren beantragt. Die Verteidigung hatte wegen gefährlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe zwischen 6 und 7 Jahren beantragt.


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26.11.2018 – Versuchter Mord durch Messerstecherei in Königshöfer Flüchtlingsunterkunft


Foto: René Engmann