Wasserleiche aus Fluss Tauber in Hochhausen geborgen – 13-jährige Vermisste aus Tauberbischofsheim

Main-Tauber-Kreis
28.05.2019 - Abschlussmeldung - Bestätigt - Wasserleiche ist 13-jähriges Mädchen aus Tauberbischofsheim

Wie das Polizeipräsidium Heilbronn und die Staatsanwaltschaft Mosbach am Dienstag, den 28.05.2019, mitteilten, handelt es sich bei der am Mittwoch, den 22.05.2019, in Hochhausen aufgefundenen weiblichen Wasserleiche im Fluss Tauber, um die seit 09. Januar 2019 vermisste 13-Jährige aus Tauberbischofsheim. Dies ergab abschließend eine molekulargenetische Untersuchung der Wasserleiche.

K2880/Tauberbischofsheim. Eine schreckliche Entdeckung machte ein Verkehrsteilnehmer am Mittwoch, den 22.05.2019, entlang der Kreisstraße 2880, zwischen Hochhausen und Werbach. Während der Fahrt über die kleine Tauberbrücke, sah der Verkehrsteilnehmer einen verdächtigen Gegenstand auf der Wasseroberfläche des Flusses Tauber schwimmen. Bei einer direkten Nachschau handelte es sich um eine Wasserleiche. Das Polizeipräsidium Heilbronn geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um das seit über viereinhalb Monaten vermisste 13-jährige Mädchen aus Tauberbischofsheim handelt, die damals von der Tauberbischofsheimer Nordbrücke in den Fluss Tauber, während starken Hochwassers, stürzte. Eine Obduktion wurde umgehend veranlasst.

Verkehrsteilnehmer machte schreckliche Entdeckung – Wasserleiche aufgefunden

Ein Verkehrsteilnehmer, der gegen 12.45 Uhr auf der Kreisstraße zwischen den Orten Werbach und Hochhausen (einem Ortsteil von Tauberbischofsheim) unterwegs war und verkehrsbedingt an der auf Hochhausener Gemarkung vorhandenen Tauberbrücke langsamer machen musste, sichtete reflexartig einen schwimmenden Gegenstand auf dem danebenbefindlichen Fluss Tauber. Wie das Polizeipräsidium Heilbronn mitteilte, hielt der Verkehrsteilnehmer an, begab sich kurzerhand auf den dortigen Fuß- und Radweg und bemerkte rund 20 Meter vor der Brücke einen menschlichen Körper, der auf der Wasseroberfläche an einem Baum hing. Ein sofort abgesetzter Notruf setzte eine Kette von Einsatzkräften in Gange. Der auf der Wasseroberfläche schwimmende weibliche Leichnam hing hierbei an einem größeren Ast eines Baumes fest.

Bergung der Wasserleiche unter sehr schwierigen Umständen

Trotz des hohen Pegelstandes des Flusses Tauber und der hochwasserbedingten starken Strömung, gelang es den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim, die mit 3 Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften vor Ort war, in enger Zusammenarbeit mit der Flussmeisterei Tauberbischofsheim, den menschlichen Leichnam unter äußerster Vorsicht zu bergen. Hierbei wurde durch die Flussmeisterei ein Unimog mit Kran eingesetzt, der einen Korb zu Wasser ließ und den Leichnam aufnahm. Nach erfolgreicher Bergung und erster Sichtung durch die örtlichen Kriminalpolizeibeamten, wurde der Wasserleichnam, bei dem es sich zweifelsfrei um eine junge weibliche Person handelt, einem bereitstehenden Bestattungsunternehmen übergeben.

Werbachs Bürgermeister Ottmar Dürr sichtlich mitgenommen

Aufgrund der wenige Meter neben der Fundstelle verlaufenden Stadt- und Gemeindegrenze, von der Gemeinde Werbach und dem Tauberbischofsheimer Ortsteil Hochhausen, wobei sich der Leichnam auf Hochhausener Höhe befand, war hierzu Werbachs Bürgermeister Ottmar Dürr an die Einsatzstelle gekommen, um sich ein Bild der Lage zu machen. Sichtlich betroffen schilderte Bürgermeister Ottmar Dürr banews.de gegenüber, die traurige Situation, zugleich bekräftigte er die Erleichterung und die abfallende Last gegenüber den Angehörigen, die seit über 5 Monaten tagtäglich mit der Ungewissheit bangten.

Polizei geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von vermisster 13-Jähriger aus Tauberbischofsheim aus

Anhand der Bekleidung und der längeren Liegezeit der Wasserleiche könnte es sich um das seit Mittwochspätnachmittag, den 9. Januar 2019, vermisste 13-jährige Mädchen aus Tauberbischofsheim handeln, wie das Polizeipräsidium bereits an Ort und Stelle banews.de offiziell mitteilte. Zweifelsfreie Gewissheit hierzu werden weitere Identifizierungsmaßnahmen und eine Obduktion geben können, die bereits am Donnerstag, den 23.05.2019, begonnen und durchgeführt werden.


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Fotos: René Engmann
Video: René Engmann