Verheerender Wohnhausbrand – Rund 100 Feuerwehrkräfte verhinderten Brandkatastrophe in Oberlauda

Brände Main-Tauber-Kreis

Lauda-Königshofen. Ein nicht mehr bewohntes Wohnhaus in der Oberlaudaer Ortsmitte wurde am Mittwoch, den 08.05.2019, ein Raub der Flammen. Ein Dachstuhlbrand führte letztendlich zu einem Wohnhausvollbrand. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Nah und Fern konnten eine Brandkatastrophe in Oberlauda verhindern. Die dicht und eng bebauten Gegebenheiten stellten das größte Problem dar. Dank des robusten Einsatzes durch mehrere Strahlrohr-Stellungen von allen Seiten, konnte ein Übergreifen auf mehrere Nachbargebäude verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Der Schaden, über 50.000 Euro. Die Brandursache, unklar.

Zeuge meldete über Notruf Dachstuhlbrand

Um 23.04 Uhr begannen die Sirenen in Oberlauda und weiteren Ortsteilen von Lauda-Königshofen zu heulen. Grund hierfür war der Eingang eines Notrufes in der Integrierten Leitstelle des Landkreises in Bad Mergentheim. Ein Zeuge meldete einen Dachstuhlbrand eines Wohngebäudes in der Brunnenstraße in Oberlauda. Sofort wurde hierfür die Alarmierung für die Feuerwehreinheiten erhöht. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Lauda, Gerlachsheim, Oberlauda und Unterbalbach, sowie zur Unterstützung aus der Luft mittels Drehleiter die Freiwillige Feuerwehr Tauberbischofsheim, kamen innerhalb kürzester Zeit am Brandgeschehen in Oberlauda an.

Bereits auf Anfahrt sichtbarer Vollbrand

Bereits auf der Anfahrt – aus der Entfernung – hieß es »sichtbarer Vollbrand« aus der Ortsmitte von Oberlauda. Nach unmittelbarem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte war das direkte Einsatzziel: »Einen Übergriff auf sämtliche Nachbargebäude verhindern«. Das mittlerweile im Vollbrand gestandene Wohnhaus, das seit geraumer Zeit unbewohnt ist, hielt die Feuerwehrkräfte auf trapp. Menschen aus den benachbarten Wohngebäuden hatten sich allesamt rechtzeitig, bereits vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, selbst in das Freie gerettet. So hieß es für die Feuerwehrkräfte, die direkte und massive Brandbekämpfung des Objektes. Aufgrund der eng bebauten Ortslage mussten die Einsatzfahrzeuge weiter weg in Stellung gebracht werden und hierfür lange Schlauchleitungen verlegt werden. Aufgrund des massiven Wassereinsatzes wurde nebst dem Hydranten-Netz ebenso der Bach »Oberlaudaer Bach« als Wasserabgabequelle reichlich genutzt.

Robuster Einsatz durch mehrere Strahlrohr-Stellungen von allen Seiten

Einschließlich dem Wenderohr der Drehleiter Tauberbischofsheim wurde vom Boden aus der Löschangriff von allen möglichen Seiten durch Strahlrohr-Stellungen vorgenommen. Ziel war eine massive Brandbekämpfung, die am Ende Wirkung zeigte. Dank dem schnellen Eintreffen der Feuerwehren, der sofortigen Brandbekämpfung und Nachlöscharbeiten konnte ein direkt angebautes Mehrfamilienhaus – das unter einem Meter Abstand aufweist – vollständig gerettet werden. Ein Innenangriff musste nach kurzer Zeit aufgrund der Einsturzgefahr des Dachstuhls abgebrochen werden. Dieses Mehrfamilienhaus und weitere Wohnhäuser rundherum wiesen am Ende keine Schäden auf. Das Übergreifen des Flammenmeers wurde durch den unermüdlichen Kampf der Feuerwehrfrauen und Männer verhindert. Die nachalarmierte Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Mergentheim wurde zur Untersuchung des ausgebrannten Objektes und möglichen Glutnestern in direkte Stellung zum Gebäude gebracht. Entwarnung konnte hier nach kurzer Zeit gegeben werden. Fast genau um Mitternacht konnte vermeldet werden, dass das Feuer aus war. Nach und nach wurde die Einsatzstärke heruntergefahren und die Kräfte abgezogen. Eine Brandwache blieb über die Nacht vor Ort, um ein mögliches Wiederentfachen zu verhindern.

Keine Verletzten – Brandursache unklar – Hoher Sachschaden – Einsturzgefahr

Glücklicherweise kam niemand bei dem verheerenden Brand ums Leben. Ebenso gab es keinerlei verletzte Personen, sei es aus der direkten Nachbarschaft, als Einsatzkräfte. Durch das schnelle und umsichtige Handeln der Nachbarn und dem starken Einsatz der Feuerwehrkräfte konnte die Gefahr so minimiert werden. Was zum Brandausbruch führte ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Am unbewohnten Wohnhaus entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von über 50.000 Euro. Das ausgebrannte Wohnhaus ist seitdem einsturzgefährdet. Aufgrund dieser Gefahrenlage wurde noch in der Nacht die Brunnenstraße für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr bis auf weiteres gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Rund 100 Einsatzkräfte im Einsatz

Im Einsatz waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Energieversorger und der Stadt Lauda-Königshofen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Lauda, Oberlauda, Gerlachsheim, Unterbalbach sowie zur Überlandhilfe Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim, jeweils mit einer Drehleiter, waren mit insgesamt rund 80 Feuerwehrkräften vor Ort. Kreisbrandmeister Alfred Wirsching machte sich ebenso ein Bild der Lage. Das Deutsche-Rote-Kreuz entsandte einen Rettungswagen sowie einen Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes. Die Polizei war mit 6 Polizeibeamten vor Ort.


Fotos: René Engmann
Foto: Freiwillige Feuerwehr Lauda-Königshofen (Artikelfoto)