Taubertäler Bauunternehmer zu 28 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt

Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis/Tauberbischofsheim. Ein 34-jähriger Geschäftsführer einer Baufirma aus dem Main-Tauber-Kreis, wurde durch das Amtsgericht Tauberbischofsheim wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu einer 28-monatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Der Sozialversicherungsschaden, über 700.000 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

Über 700.000 Euro Sozialversicherungsschaden

Das Gericht sah es aufgrund umfangreicher Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vom Standort Tauberbischofsheim als erwiesen an, dass der 34-jährige Angeklagte im Zeitraum von August 2014 bis September 2016 in seinem Unternehmen Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigte, jedoch den Großteil des Lohnes an der Buchführung vorbei und damit »schwarz« ausbezahlte. Der aus 29 Fällen ermittelte Sozialversicherungsschaden belief sich auf über 700.000 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

Geschäftsführer bereits einschlägig vorbestraft – Vollumfänglich geständig

Hierzu kaufte der einschlägig vorbestrafte 34-jährige Geschäftsführer sogenannte Abdeckrechnungen von Berliner und Nürnberger Firmen, um die ausgezahlten Schwarzlöhne gegenüber den Behörden zu verschleiern. Der 34-jährige Verurteilte zeigte sich im Verlauf des Verfahrens gegenüber den Ermittlungsbehörden vollumfänglich geständig, was sich auch auf die Strafzumessung positiv auswirkte. Der 34-Jährige muss darüber hinaus den entstandenen Schaden bei der Sozialversicherung, der Berufsgenossenschaft und der Sozialkasse des Baugewerbes begleichen. Das Urteil ist rechtskräftig.


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