Maifeuer im Wertheimer Umland könnten kurzfristig abgesagt werden – Hohe Gefahr von Waldbränden

Main-Tauber-Kreis

Wertheim. Mit der aktuell anhaltenden Trockenheit steigt die bereits erhöhte Waldbrandgefahr weiter an. Deshalb ist es möglich, dass die traditionellen Maifeuer kurzfristig am Montag, 29. April 2019, untersagt werden müssen. Im Fall einer Absage ist jegliches offenes Feuer auf der Gemarkung Wertheim verboten. Darauf weist das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Wertheim hin.

Kleine Unachtsamkeit genügt um Flächenbrand zu entfachen

»Wir warnen ausdrücklich vor der erhöhten Waldbrandgefahr«, betont Volker Mohr, Leiter des Ordnungsamts. »Eine kleine Unachtsamkeit kann schon genügen, um einen Flächenbrand zu entfachen.« Als Maßstab für die Genehmigung von offenen Feuern dient der tagesaktuelle Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes.

Generelles Rauchverbot in Wäldern – Feuer müssen immer im Auge behalten werden

Darüber hinaus macht das Ordnungsamt darauf aufmerksam, dass vom 1. März bis 31. Oktober im Wald grundsätzlich nicht geraucht werden darf. Es sei außerdem ausschließlich an den offiziell fest eingerichteten Feuerstellen an Grillplätzen erlaubt, ein Feuer zu machen. Bei besonders hoher Waldbrandgefahr könnten die örtlichen Forstämter auch das untersagen.

Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter von dem Waldrand entfernt sein. Momentan sollte ebenso auf Wiesen darauf verzichtet werden. Selbst an Orten, wo ein Feuer zu machen erlaubt ist, muss dieses immer im Auge behalten und vor dem Verlassen komplett gelöscht werden.

Glasflaschen und Scherben haben nichts in der Natur auf den Böden zu suchen

Unscheinbar, jedoch potenziell gefährlich sind darüber hinaus herumliegende Glasflaschen und -scherben. Sie können durch den Brennglas-Effekt schnell Brände verursachen und sollten immer ordnungsgemäß entsorgt werden. Kommt es dennoch zu einem Brand oder wird ein unkontrolliertes Feuer im Wald oder auf dem Feld entdeckt, ist schnell die Feuerwehr über die Rufnummer 112 zu alarmieren. Dabei ist es wichtig, möglichst genaue Ortsangaben zu machen.


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