Massive Drohungen gegen Rettungsdienst im Einsatz bei Versbach – Meute klopfte und hämmerte unaufhörlich gegen Rettungswagen

Unterfranken

Würzburg. Massiv bedroht wurden Notarzt und Mitarbeiter des Rettungsdienstes am Samstag, den 20.04.2019, bei einem Einsatz auf einem Feldweg bei Versbach, einem Stadtteil von Würzburg. Ein PKW-Fahrer, der auf einem Feldweg nicht an dem Rettungswagen und Notarztfahrzeug vorbeikam, wollte die Fahrzeuge von selbst beiseite Fahren. Im weiteren Verlauf klopften und hämmerten Bekannte des im Rettungswagen befindlichen Patienten unaufhörlich gegen den Rettungswagen. Ein Großaufgebot der nachgeforderten Polizei konnte die Aktion auflösen.

16-jähriger Patient in Schubkarre auf Feldweg zu Rettungswagen transportiert

Gegen 18.30 Uhr war der Rettungsdienst zu einer Einsatzstelle am Rand des Stadtteils Versbach gerufen worden. Ein 16-jähriger Jugendlicher Patient wurde Ihnen kurz vor dem Eintreffen an der eigentlichen Einsatzstelle über einen Feldweg auf einem Schubkarren entgegengefahren. Nachdem der 16-jährige Patient auf die Trage im Rettungswagen verbracht worden war, erlebten die Rettungsdienstmitarbeiter ein beängstigendes Chaos.

Beängstigte Bedrohung gegen Rettungsdienstmitarbeiter – PKW-Fahrer drehte völlig durch

Zunächst forderte ein 28-jähriger PKW-Fahrer eines auf dem Feldweg folgenden PKW die Besatzung lautstark und beleidigend auf, den Feldweg sofort freizumachen. Der 28-jährige PKW-Fahrer drohte, die Einsatzkräfte andernfalls aus dem inzwischen von innen abgesperrten Rettungswagen herauszuholen.

Aggressiver PKW-Fahrer versuchte an das Steuer von Rettungswagen und Notarztfahrzeug zu gelangen

Im Rettungswagen wurde der Notfallpatient indessen untersucht und ein Notarzt nachgefordert. Im weiteren Verlauf versuchte der aufgebrachte Verkehrsteilnehmer vergeblich selbst ans Steuer der inzwischen zwei Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes zu gelangen. Zeitgleich hatte der Bruder des 16-jährigen Patienten offenbar die Geduld verloren und versuchte über das Trittbrett des Fahrzeugs Einblick in das Innere des Rettungsdienstfahrzeuges zu bekommen.

Rund 15 Personen klopften und hämmerten unaufhörlich gegen Rettungswagen

Nach Schätzung der Rettungsdienstmitarbeiter hatten sich im Verlauf etwa 15 Personen am Rettungswagen eingefunden. Fast unaufhörlich klopfte und hämmerte es nach Angaben der Besatzungen von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug an die Außenwand des Rettungswagens. Aufgrund dessen traute sich die Besatzung nicht aus dem Behandlungsraum des Rettungswagens, um ihren 16-jährigen Patienten in die Klinik zu fahren.

Verängstigte Rettungsdienstler alarmierten über den Notruf die Polizei – Mehrere Streifenwagen im Einsatz

Die über die Integrierte Leitstelle Würzburg alarmierte Polizei war schnell und mit mehreren Streifen an der Einsatzstelle vor Ort und konnte die Rettungsdienstmitarbeiter aus der bedrohlichen Lage befreien.

Rettungsdiensteinheiten von massiver Bedrohung schockiert

Das Würzburger Rote Kreuz und die Johanniter sind über diese massive Bedrohung ihrer Mitarbeiter im Notfalleinsatz schockiert und gehen davon aus, dass die Täter vor Gericht zur vollen Verantwortung gezogen werden.


Foto: René Engmann