Fahrer schwebt in Lebensgefahr – Schwerer LKW-Auffahrunfall auf A3 bei Kist – Rund 400 Euro Bußgeld für Rettungsgasseverweigerer

Unterfranken Verkehrsunfälle

A3/Kist. Am Dienstag, den 09.04.2019, kam es auf der Bundesautobahn 3 bei Kist in Fahrtrichtung Nürnberg zu einem folgenschweren Verkehrsunfall zwischen zwei LKWs. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr ein rumänischer Klein-LKW-Fahrer auf einen vorausfahrenden Sattelzug auf und wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Bundesautobahn musste mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Mit voller Wucht auf Sattelzug aufgefahren – Schwer eingeklemmt

Gegen 16.35 Uhr befuhr ein rumänischer Klein-LKW-Fahrer die Bundesautobahn 3 von dem Dreieck Würzburg-West in Fahrtrichtung Nürnberg. Auf Höhe der Anschlussstelle Kist fuhr der 22-jährige rumänische Klein-LKW-Fahrer auf einen vor ihm vorausfahrenden litauischen Sattelzug auf. Durch die Wucht des schweren Aufpralls wurde der 22-jährige rumänische Klein-LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste durch die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren Helmstadt, Waldbrunn, Eisingen, Höchberg und Hettstadt mit schwerem Gerät befreit werden. Warum der 22-jährige Rumäne auf den Sattelzug auffuhr, ist bislang unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

Unfallverursacher kämpft weiter um das Überleben – Zeugen mit Dolmetscher vernommen

Der Fahrer des vorausfahrenden Sattelzuges kam mit einem Schock davon. Der 22-jährige rumänische Unfallverursacher kam in ein Würzburger Krankenhaus, wo dieser aktuell immer noch um sein Leben kämpft. Mittels Dolmetscher mussten Zeugen vernommen werden. Zur näheren Klärung des Unfallhergangs wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Gesamtermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Die Bergung der Fahrzeuge dauerte rund 3 Stunden. Der Verkehr lief auf der linken Spur und der parallel verlaufenden Nebenfahrbahn an der Unfallstelle vorbei.

Rettungsgasseverweigerer – Rund 400 Euro Bußgeld verhängt

Leider ist negativ zu berichten, dass es immer noch einzelne Verkehrsteilnehmer gibt, für die eine Rettungsgasse völlig fremd ist. Unter anderem kostet es einen Autofahrer an Ort und Stelle 395 Euro, da dieser es nicht für nötig fand, eine Rettungsgasse für die Einsatz- und Rettungsfahrzeuge zu bilden, diese sogar noch auf der Anfahrt zur Unglücksstelle behinderte. Zudem konnte der gleiche Fahrer dabei beobachtet werden, wie er rückwärtsfuhr, um die verpasste Ausfahrt Kist zu erreichen, um dort die Bundesautobahn verlassen zu können.


Foto: René Engmann