Polo-Fahrer – 60 km lange Verfolgungsjagd aus dem Landkreis Aschaffenburg bis Tauberbischofsheim mit Polizeigroßeinsatz

Neckar-Odenwald-Kreis Unterfranken Verkehrsunfälle

A3/A81/Weibersbrunn/Tauberbischofsheim. Ein Großeinsatz der Polizeien aus Bayern und Baden-Württemberg fand am Montag, den 08.04.2019, auf den Bundesautobahnen 3 und 81 zwischen dem Aschaffenburger Landkreis und Main-Tauber-Kreis statt. Ein Polo-Fahrer löste eine Verfolgungsjagd von rund 60 Kilometer aus. Start war auf der Bundesautobahn 3 bei Rohrbrunn; Ende auf der Bundesautobahn 81 kurz vor Tauberbischofsheim. Etliche Streifenwagen sowie ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz.

60 Kilometer lange Verfolgungsjagd – Andere Verkehrsteilnehmer gefährdet

In den Nachmittagsstunden wollten Polizeibeamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried auf der Bundesautobahn 3, Frankfurt in Fahrtrichtung Würzburg, im Bereich der Anschlussstelle Rohrbrunn einen PKW VW Polo-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. Mittels Anhaltesignalgebers verdeutlichten die bayerischen Polizeibeamten dem zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Polo-Fahrer ihr Vorhaben. Der Polo-Fahrer dachte jedoch nicht daran sich den Polizeibeamten anzuschließen. Somit entzog sich der Polo-Fahrer der Anhaltung und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit über die gesamte Bundesautobahn 3 bis zum Bundesautobahnkreuz Würzburg. Hierbei überholte der Polo-Fahrer mehrfach unerlaubt andere Verkehrsteilnehmer und gefährdete diese teilweise.

Verfolgungsjagd weiter über Bundesautobahn 81 bis kurz vor Tauberbischofsheim

Am Autobahnkreuz Würzburg-West wechselte der flüchtende Polo-Fahrer auf die Bundesautobahn 81 in Fahrtrichtung Heilbronn. Insgesamt waren bereits fünf bayerische Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber im Einsatz und verfolgten den Fahrer des Polos. In Höhe der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt durchquerte der Polo-Fahrer eine Baustelle auf der Bundesautobahn und verursachte hierbei Sachschaden. Dies hinderte den Polo-Fahrer jedoch nicht daran weiterhin Gas zu geben und vor der Polizei zu flüchten. Drei weitere Streifenwagen aus Baden-Württemberg, von dem Polizeirevier Tauberbischofsheim, wurden in den Einsatz mit eingebunden. In Höhe Tauberbischofsheim hatte der Polo-Fahrer wohl genug von der Verfolgungsjagd und fuhr an der Raststätte ob der Tauber West raus. Dort konnten die Polizeibeamten den Polo-Fahrer in seinem Fahrzeug festnehmen.

Widerstand bei Festnahme – Polizeibeamter verletzt – Betäubungsmittel – falsche Kennzeichen

Hierbei leistete der junge Mann Widerstand, so dass sich ein Polizeibeamter leichte Verletzungen zuzog. In dem Polo konnten die Polizeibeamten eine geringe Menge Betäubungsmittel feststellen, sowie ein als gestohlen gemeldetes Smartphone auffinden. Zudem war der PKW Polo nicht zugelassen und mit falschen Kennzeichen versehen. Der 27-jährige Polo-Fahrer verursachte auf seiner Flucht Sachschaden in noch nicht bekannter Höhe. Ebenso wurde ein bayerischer Streifenwagen bei der Verfolgungsjagd beschädigt. Der aus Hessen stammende 27-jährige Mann muss mit mehreren Anzeigen rechnen.


Foto: René Engmann