Schwerer Eisenbahnunfall in Steinbach an der Jagst – Unimog kontra Güterzug – viertel Million Euro Schaden

Kreis Schwäbisch Hall Verkehrsunfälle

Frankenhardt. Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete sich am Freitag, den 22.03.2019, im Steinbach an der Jagst im Landkreis Schwäbisch Hall. Ein Unimog der zuvor auf dem Bahnübergang aufgrund technischer Probleme zum erliegen kam, wurde hierbei von einem Güterzug erfasst. Der Fahrer des Unimog und ein 4-jähriges mitfahrendes Kind wurden hierbei verletzt. Es entstand ein Gesamtschaden von einer viertel Million Euro. Die Auswirkungen auf den Zugverkehr waren enorm.

Motor von Unimog geht auf Bahnübergang aus – Güterzug erfasst Unimog

Gegen 13.35 Uhr wollte ein 39-jähriger Fahrer eines Unimog in Steinbach an der Jagst, einem Weiler von Frankenhardt im Landkreis Schwäbisch Hall, von der Bundesstraße 290 kommend, einen halbseitig beschrankten Bahnübergang in Fahrtrichtung der Straße »Tümpfel« überqueren. Direkt auf dem Bahnübergang ging der Motor des Unimog aus. Bevor der 39-jährige Fahrer, der ein 4-jähriges Kind als Mitfahrer dabeihatte, seinen Unimog wieder starten konnte, schlossen sich die Halbschranken des Bahnüberganges und ein Güterzug näherte sich. Der Unimog wurde von den herannahenden Triebfahrzeug erfasst und gegen einen Oberleitungsmasten gedrückt. Der Oberleitungsmast wurde dabei umgedrückt, so dass die Bahnstrecke zwischen Crailsheim und Aalen stromlos war.

Unimog-Fahrer und 4-jähriges mitfahrendes Kind verletzt

Der 39-jährige Fahrer des Unimog, sowie ein 4-jähriges Kind im Unimog wurden bei dem schweren Eisenbahnunfall verletzt und mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Im Einsatz waren neben der Polizei und den Rettungsdiensten die Bundespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie die Freiwillige Feuerwehr.

Viertel Millon Euro Gesamtschaden

Es entstand ein Gesamtschaden von einer viertel Million Euro, wobei sich der Schaden an dem Unimog auf 15.000 Euro und der Schaden an dem Bahnübergang und dem Triebfahrzeug auf 235.000 Euro beläuft.

Schienenersatzverkehr eingerichtet

Wie lange die Bahnstrecke gesperrt werden muss, kann laut Polizeipräsidium Aalen, derzeit nicht abgeschätzt werden. Der Bahnübergang sowie die gesamte Bahnstrecke bleiben bis auf weiteres gesperrt. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.


Foto: René Engmann