144.000 Mülltonnen erhalten einen Chip im Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Main-Tauber-Kreises »AWMT« stellt im Laufe des Jahres 2019 auf ein modernes Behälter-Identifikationssystem um. Hierzu erhalten alle Restmüll-, Biomüll- und Papiergefäße im Landkreis Main-Tauber eine eigene Identifikationsnummer.

Landrat Frank bittet bei Umsetzung um Mithilfe der Bevölkerung

»Mit dem neuen System gehören Warteschlagen beim Müllmarkenverkauf der Vergangenheit an«, sagt Landrat Frank. Wenn die Müllbehälter bechippt sind, erhält jeder Haushalt im nächsten Jahr (2020) einen Gebührenbescheid zugesandt. Die Müllgebühr kann an den AWMT überwiesen werden. Wird ein Sepa-Mandat (Lastschriftverfahren) erteilt, kann der Betrag in Zukunft automatisch abgebucht werden.

»Bevor wir das neue bürgerfreundliche System einführen, müssen die Mülltonnen erst mit einem Chip ausgestattet werden. Dazu bitten wir um die Mithilfe der Bevölkerung«, sagt Landrat Frank weiter.

Die Bechippung erfolgt in mehreren Schritten

Zuerst erhält jeder Haushalt ein Bürgeranschreiben. Darin ist detailliert erklärt, was zu tun ist. Mit dem Schreiben werden Aufkleber mit Angaben des Standorts versandt. Diese Kleber sind auf den jeweiligen Deckel der Müllgefäße zu kleben. Es sind die Tonnen zu bekleben und bereitstellen, die benutzt werden. Am vereinbarten Termin müssen alle Gefäße an den Straßenrand gestellt werden.

Wichtig ist, dass die Gefäße eindeutig einem Grundstück zugeordnet werden können. Sollte die Entleerung der Behälter üblicherweise an einem anderen Sammelort erfolgen, sind die Gefäße für die Bechippung an den Straßenrand des Grundstücks bereit zu stellen. Dies erleichtert die Zuordnung des Ausrüstungsteams. Wurde das Gefäß erfolgreich bechippt, klebt an der Seite ein Aufkleber. Die Tonne kann zurückgeholt werden; die Bechippung ist abgeschlossen.

Mülltonnen mit weltweit einmaliger Identifikationsnummer

Durch das sogenannte Ident-System kann jedes Müllgefäß eindeutig einem Grundstück zugeordnet werden. Ein Verwiegen der Gefäßinhalte ist nicht geplant. »Zusätzliche Entleerungskosten werden ebenfalls nicht berechnet, es bleibt bei der Jahresgebühr« erklärt Landrat Frank weiter.

Der Chip enthält oder sammelt keine personenbezogenen Daten. Auf dem Transponder ist lediglich eine weltweit einmalige Nummer gespeichert. Das System ist daher aus datenschutzrechtlicher Sicht unbedenklich, wie das Landratsam Main-Tauber-Kreis mitteilt.

140.000 Mülltonnen sollen in 12 Wochen bechippt werden

Mit einer Inventur vergleichbar, werden insgesamt rund 140.000 Gefäße ausgerüstet. Die Bechippung der Müllgefäße im Landkreis erfolgt innerhalb eines Zeitraums von zwölf Wochen. Bis zu den Sommerferien sind voraussichtlich alle Müllbehälter für Restmüll, Biomüll und Papier registriert. Der genaue Zeitpunkt, wann die Behälter in welcher Stadt beziehungsweise Gemeinde bechippt werden, gibt der AWMT rechtzeitig bekannt.


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Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis