Morddrohung gegen Rettungssanitäter ausgesprochen und angegriffen – Rimparer Faschings-Einsatz

Unterfranken

Rimpar. Im Rahmen des Faschingszuges in Rimpar am Samstag, den 02.03.2019, haben zwei Unbekannte den Rettungsdienst angegriffen und bedroht, als die zwei Rettungssanitäter gerade einer Frau helfen wollten. Die Polizeiinspektion Würzburg-Land hat Ermittlungen wegen Bedrohung und Körperverletzung gegen die beiden unbekannten Männer eingeleitet.

Rettungssanitäter wollten hilfsbedürftiger Frau helfen

Am Sonntagvormittag, den 03.03.2019, hatten die Vorgesetzten von zwei Rettungssanitätern bei der Polizeiinspektion Würzburg-Land im Nachgang an den Vorfall Strafanzeige gegen zwei bislang unbekannte Männer erstattet. Dem aktuellen Ermittlungsstand nach hatten die beiden Rettungssanitäter am Samstag, gegen 17.00 Uhr, in der Straße »Neue Siedlung« einer Frau helfen wollen, die dort offenbar aufgrund ihrer Alkoholisierung auf dem Gehsteig lag.

Rettungssanitätern in den Bauch getreten und mit dem Tod bedroht

Währenddessen wurden die 44 und 56 Jahre alten Rettungssanitäter von zwei bislang unbekannten Männern bedroht und angegangen. Der 44-jährige Rettungssanitäter wurde von dem alkoholisierten Partner der hilfsbedürftigen Frau zudem in den Bauch getreten. Ebenfalls von dem Partner der Frau wurde der 56-jährige Rettungssanitäter damit bedroht, dass dieser ihn umbringen werde. Security-Mitarbeiter kamen den Rettungssanitätern zu Hilfe und konnten so noch schlimmeres verhindern.

Vorkommnisse machen große Sorgen – Mehr Respekt für unsere Helfer!

BRK-Sachgebietsleiter Stefan Dietz machen diese Vorkommnisse große Sorgen: »Es ist erschreckend, wie sich einige Mitmenschen gegenüber unseren ehrenamtlichen Sanitätern aufführen. Wir fordern mehr Respekt für unsere Helfer!«

Mehr als 20 Patienten – Großteil alkoholisierter minderjährig

Auch sonst hatten die Rettungssanitäter ungewöhnlich viel zu tun: Mehr als 20 Patienten wurden behandelt; neun Mal musste der Rettungsdienst anrücken. Ein Großteil der alkoholisierten Patienten war minderjährig.

Zeugen gesucht

Der genaue Hergang des Sachverhaltes ist Gegenstand der Ermittlungen der Polizeiinspektion Würzburg-Land, die unter anderem intensive Zeugenvernehmungen nach sich ziehen wird. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931 – 4571630, mit der Polizeiinspektion Würzburg-Land in Verbindung zu setzen.


Foto: René Engmann