Tauchroboter in Impfingen in den Fluss Tauber gelassen – 13-jährige Vermisste aus Tauberbischofsheim

Hilfeleistungen Main-Tauber-Kreis

Tauberbischofsheim. Einen neuen Anlauf der Suche nach einer seit dem 09.01.2019 vermissten 13-Jährigen aus Tauberbischofsheim, versuchte man am Samstag, den 23.02.2019, im Tauberbischofsheimer Ortsteil Impfingen. Dabei kam Hochtechnologie zum Einsatz. Die örtlichen DLRGs bekam hierbei Unterstützung aus dem 130 Kilometer entfernten Esslingen, die einen Tauchroboter und ein hochauflösendes Sonargerät in den Fluss Tauber ließen.

Schwerpunkt DLRG-Einsatz

Um 09.00 Uhr begann man unter der polizeilichen Federführung mit dem Einsatz des Tages. Rund 15 Einsatzkräfte der DLRG Gruppe Tauberbischofsheim, DLRG Ortsgruppe Königshofen und DLRG Bezirksverband Unterfranken erhielten hierbei Unterstützung aus dem 130 Kilometer entfernten Esslingen am Neckar, der DLRG Bezirk Esslingen. Mit dabei, ein hochtechnologischer Tauchroboter und ein Sonargerät. Die Suchmaßnahme wurde auf die Bereiche der vergangenen Suchmaßnahmen, nahe Impfingen bis Impfingen beschränkt. Dort schlugen in der Vergangenheit speziell ausgebildete Wasserortungshunde der DLRG Wertheim in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei an. Bis in den späten Nachmittag hinein lief der nicht alltägliche Einsatz.

Tauchroboter und Sonargerät im Einsatz

Los ging die Einsatzmaßnahme am flussabwärts-seitigen Anschlagspunkt von damals. Eine Besatzung von ehrenamtlichen DLRG-Mitarbeitern wurde hierbei mittels eines Bootes in den Fluss Tauber hinab gelassen. Ausgestattet war dieses Boot mit einem Sonar. Fest angegurtet, zur eigenen Sicherheit, verharrte die 3-köpfige Bootsbesatzung zumeist an derselben Stelle. Am direkt daneben befindlichen Flussufer standen die Kollegen der weiteren DLRG-Einheiten. Mit dabei, ein hochtechnologischer Tauchroboter samt speziellem Sonar der DLRG Esslingen. Als das technische Duo zu Wasser gelassen wurde und die Arbeit aufnahm, begann der gespannte Blick auf die Monitore. Ausgestattet mit einer hochauflösenden Kamera am vorderen Teil des Tauchroboters, sowie Licht und einem Greifer, ging die Unterwassersuche in Zusammenspiel mit dem torpedoartigen Sonar los.

Klare Sicht unter dem Wasser

Stück für Stück wurde der Gewässergrund abgesucht. Auf mehreren Monitoren am Ufer wurde dabei das Live-Bild der hochauflösenden Kamera begutachtet. Die Sicht am Gewässergrund war sehr klar. Gut zu erkennen waren hierbei das wildverwachsene Wurzelwerk der umliegenden Bäume. Teils kamen ebenso kleine Baumstämme zum Vorschein. Der ein oder andere Unterwasserbewohner huschte schnurstracks vorbei. Nach rund 3-stündiger Suchmaßnahme des ersten Bereiches, ging es im weiteren Verlauf flussaufwärts zu dem damaligen ersten Anschlagspunkt der Wasserortungshunde. Ebenfalls verlief hier das Einsatzschema wie zuvor ab.

Keine Person im Wasser gefunden

Vorkehrungen und Vorhersagen, wie die Wasserqualität, Flusshöhe und die Wetterlage an diesem besagten Samstag zu scheinen schienen, ließ die Ermittler trotz dessen, das es bislang keine neuen Ermittlungsansätze gibt, die neue Suche starten. Die Bemühungen und der Ehrgeiz der eingesetzten ehrenamtlichen Mitarbeiter der DLRG-Verbände waren in diesem Einsatz enorm. Trotz des langen Einsatzes, blieb der Erfolg aus. Die vermisste 13-Jährige aus Tauberbischofsheim konnte weiterhin nicht im Fluss lokalisiert werden.

Hintergrundinformationen zum hochtechnologischen Tauchroboter und Sonargerät

Nach 8 Jahren Spenden sammeln, war es vor rund eineinhalb Jahren soweit. Bundesweit führend hat der DLRG Bezirk Esslingen diese als einzige ein hochtechnologisches Sonargerät mit einer Pixel-Auflösung von 1 Zentimeter, das die Form eines Torpedos hat und unter ein Boot montiert wird. Einmalig ist ebenso der Tauchroboter der DLRG Bezirk Esslingen. Mit einer maximalen Tauchtiefe von 200 Meter sowie 8 starken Motoren, kann der Tauchroboter, der mit einer hochauflösenden Unterwasserkamera ausgestattet ist, in die noch zu unzugänglichsten und für Menschen, in diesem Falle Taucher, Winkel und Bereiche vordringen. Die Anschaffung beider Geräte wurde alleinig über Spenden finanziert. Die Kosten, 54.000 Euro.


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Fotos: René Engmann