12 neue Einsatzkräfte für die Psychosoziale Notfallversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis. Eine deutliche Verstärkung, gleich um zwölf neue ehrenamtliche Einsatzkräfte, erhielt die Psychosoziale Notfallversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis, kurz »PSNV«, am Sonntag, den 17.02.2019. Ausgebildet wurden die Helfer an drei kompletten Wochenenden für den nicht ganz alltäglichen Dienst am Nächsten. Die Einsatzkräfte der »PSNV« kommen bei Unglücksfällen wie beispielsweise dem plötzlichen Tod eines Familienangehörigen, bei Verkehrsunfällen, bei Wohnhausbränden, bei der Überbringung von Todesnachrichten mit der Polizei, sowie bei der Betreuung von Einsatzkräften nach belastenden Ereignissen zum Zug.

Glückwünsche aller Führungskräfte an die neuen Helfer

Herzlich zum erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs gratulierten im Rahmen einer Feierstunde in Buchen der Neckar-Odenwälder Landrat Dr. Achim Brötel, Andreas Hollerbach, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Buchen, DRK-Kreisgeschäftsführer Steffen Blaschek sowie DRK-Kreisbereitschaftsleiter Urban Fuchs (DRK-Kreisverband Mosbach), Dekan Johannes Balbach (katholisches Dekanat Mosbach-Buchen), Dr. Gunther Hirsch (Neuapostolischen Kirche), der Ärztliche Leiter der Neckar-Odenwald-Kliniken Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, Markus Mechler, Dienstgruppenleiter bei des Polizeiposten Buchen, sowie das Leitungsteam und die Gruppenmitglieder der »PSNV«.

Ehrenamt – PSNV-Einsätze dauern rund zwei bis sechs Stunden

Dessen Leiter Michael Genzwürker führte zu Beginn kurz in die Arbeit der »PSNV« ein. »Die Kriseninterventionshelfer bringen vor allem eines mit, die notwendige Zeit, um zu beruhigen, zu unterstützen und um die Aktivierung des persönlichen Netzwerks eines Betroffenen einzuleiten«, sagte Genzwürker. Ein PSNV-Einsatz dauere in der Regel zwischen zwei bis sechs Stunden. Man sei daher froh, dass man Pascal Koffer, Dipl. Psychologe und Fachreferent des Badischen-Roten-Kreuzes, für den Kurs gewonnen habe. »Er verstand es, mit seinem hohen Fachwissen und seiner menschlichen und bodenständigen Art die Inhalte gut zu vermitteln«, so Genzwürker.

Anschließend stellten drei der Kursteilnehmer die einzelnen Teile der Ausbildung vor. Andreas Hollerbach als Hausherr der Feuerwache Buchen bedankte sich für die Motivation und die Teilnahme an der Ausbildung. Er sei immer wieder überrascht über die stetig steigenden Einsatzzahlen, die teilweise die Zahlen der großen Feuerwehren im Kreis übersteigen. Ebenso dankte er Michael Genzwürker als Vorsitzender des Fördervereins und Motor der PSNV für das Engagement.

Wo andere weggehen und wegschauen, gehen PSNV-Helfer hin und helfen

Landrat Dr. Brötel zitierte zu Beginn seines Grußwortes Monica Morell mit »Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an«. Fasziniert habe ihn jedoch, dass die Teilnehmer genau das tun, nämlich sich am Wochenende in ihrer Freizeit zu PSNV-Helfern ausbilden zu lassen. »Ich bin fest davon überzeugt, dass dies eine gute Sache wird«, so Dr. Brötel zu den Teilnehmern der Ausbildung. »Wo jeder andere weggeht und wegschaut, da gehen sie hin und helfen«.  Er wünschte für die Einsätze alles erdenklich Gute und sicherte die Unterstützung des Landratsamts des Neckar-Odenwald-Kreises im Rahmen des Möglichen zu. Danach dankte er ebenfalls den bisherigen Mitgliedern für deren Arbeit.

Danksagung und Übergabe der Urkunden

Urban Fuchs dankte im Namen der beiden DRK-Kreisverbände Mosbach und Buchen für die Teilnahme am Lehrgang: »Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich für ehrenamtliche Aufgaben Zeit nimmt und schon gar nicht in einem solch schweren Feld wie der Notfallnachsorge«.

Nach der Übergabe der Urkunden dankten die Absolventen den Ausbildern Pascal Koffer und Michael Genzwürker. Dekan Johannes Balbach war in zweierlei Mission da, zum einen um die »Neuen« zu begrüßen und zum anderen um einem langjährigen Mitglied Anerkennung und Dank auszusprechen. Nach einem Segensgebet mit den besten Wünschen der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen bat er Christoph Jüttner (Koordinator der katholischen Kirche in der »PSNV«) nach vorne. Er dankte ihm für zehn Jahre Arbeit und überreichte ihm neben einer Urkunde einen Schirm. Er, wie auch alle, die er betreut, sollen immer gut »beschirmt« sein. Balbach hofft weiterhin viele Jahre auf Herrn Jüttner zählen zu können und schloss damit die Feierstunde.


Fotos: René Engmann