200.000 Euro Schaden bei schwerem Verkehrsunfall auf A81 Großrinderfeld

Main-Tauber-Kreis Verkehrsunfälle

A81/Großrinderfeld. Zu einem schweren Verkehrsunfall eines Sattelkippers, der mit Getreide beladen war und die Mittelschutzplanke durchbrach, kam es am Montag, den 21.01.2019, auf der Bundesautobahn 81 von Würzburg in Fahrtrichtung Heilbronn, zwischen den Anschlussstellen Gerchsheim und Tauberbischofsheim. Hierdurch ereigneten sich sechs weitere Folgeunfälle, wobei ein Gesamtschaden von rund 200.000 Euro entstand.

Geplatzter Reifen an LKW löst Kettenreaktion aus

Gegen 21.10 Uhr befuhr ein 38-jähriger Sattelkipper-Fahrer die Bundesautobahn 81 von Würzburg in Fahrtrichtung Heilbronn. Zwischen den Anschlussstellen Gerchsheim und Tauberbischofsheim ereignete sich rund 3,5 Kilometer vor der Rastanlage ob der Tauber West ein schwerer Verkehrsunfall, der im Anschluss 6 weitere Folgeunfälle auslöste. Dem 38-jährigen polnischen Sattelkipper-Fahrer platzte nach ersten Erkenntnissen an der Einsatzstelle während der vollen Fahrt der rechte Vorderreifen seiner Zugmaschine.

Durch den geplatzten Vorderreifen schleuderte der Sattelkipper in die Mittelschutzplanke, durchbrach diese, drückte hierbei die Mittelschutzplanke der Gegenfahrbahn mehrere Meter auf beziehungsweise in die Gegenfahrbahn und stürzte in die eigene Fahrtrichtung zwischen beiden Schutzplanken um. Der Sattelkipper, der mit Getreide voll beladen war, verlor die Ladung in beide Fahrtrichtungen auf mehreren hundert Meter.

Weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr ausweichen

Im Anschluss konnten auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Würzburg insgesamt 6 Verkehrsteilnehmer nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Diese fuhren teils in den auf ihrer Seite liegenden Sattelkipper, wurden hierbei abgewiesen, gerieten ins Schleudern, prallten mit voller Wucht in die rechte Außenschutzplanke und kamen ebenfalls teils mit Totalschäden nach rund 300 Metern zum Stillstand.

Keine Verletzten – Hoher Gesamtschaden

Der 38-jährige Sattelkipper-Fahrer sowie die jeweiligen Fahrzeugführer der 6 Folgeunfälle blieben allesamt wie durch ein Wunder, trotz der Totalschäden, unverletzt. Der entstandene Gesamtschaden an dem Sattelkipper, 6 Fahrzeugen sowie der Mittel- und Außenschutzplanken wird auf insgesamt rund 200.000 Euro beziffert.

Langwierige Vollsperrung beide Fahrtrichtungen

Aufgrund der aufwendigen Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen durch das ortsansässige Unternehmen Feuerstein aus Grünsfeld, die mit 8 Fahrzeugen und 10 Kräften vor Ort war, war die Bundesautobahn 81 zwischen den Anschlussstellen Tauberbischofsheim und Gerchsheim in beide Fahrtrichtungen von 21.10 Uhr bis zirka 06.00 Uhr am Folgetag, rund 9 Stunden voll gesperrt. Der gesamte beidseitige Bundesautobahnverkehr wurde von der Anschlussstelle Tauberbischofsheim über die Bundesstraße 27, vorbei an Tauberbischofsheim, über die Landstraße 578, Ortsdurchfahrt Großrinderfeld und Gerchsheim sowie Staatstraße 578 an die Anschlussstelle Gerchsheim geleitet. Die Anschlussstellenauffahrten Tauberbischofsheim und Gerchsheim wurden durch die Autobahnmeisterei und Polizei vollständig gesperrt.

Der parkende Verkehr auf der Rastanlage ob der Tauber Ost in Fahrtrichtung Würzburg wurde ebenfalls für eine Weiterfahrt gesperrt. Die Autobahnpolizei Tauberbischofsheim und Weinsberg, sowie der Verkehrsunfallaufnahmedienst waren mit 4 Streifenwagen und 10 Polizeibeamten im Einsatz. Unterstützung erhielten diese von den bayrischen Kollegen der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried, die sich um die Anschlussstelle Gerchsheim kümmerten. Ebenfalls kam für diesen Bereich die bayrische Autobahnmeisterei aus Kist zum Einsatz, die sich um die Sicherungs- und Ausleitungsmaßnahmen einsetzten.


Fotos: René Engmann