Daumen und Zeigefinger in Würzburg abgerissen – 13-Jähriger hantierte mit Böller

Unterfranken

Würzburg. Eine folgenschwere Explosion eines Böllers hatte am Mittwoch, den 02.01.2019, einem Kind den halben Daumen und Zeigefinger abgerissen. Zuvor hatte dieser mit Freunden das Stadtgebiet durchkämmt und nach Überresten von Feuerwerkskörpern abgesucht, um diese abbrennen zu lassen.

Leichtsinn kommt 13-Jährigen teuer zu stehen

Gegen 14.00 Uhr kam es zu einer folgenschweren Explosion eines Böllers im Stadtgebiet von Würzburg. Ein 13-jähriges Kind wollte mit drei gleichaltrigen Freunden das Stadtgebiet nach Überresten funktionstüchtiger pyrotechnischer Gegenständen absuchen und diese abbrennen.

Auf dem Weg teilte der 13-Jährige seinen Freunden mit, dass er bereits am Morgen »einen besonders großen Knallkörper« gefunden habe. Um diesen anzubrennen, begab sich der 13-Jährige in einen Fahrradunterstand und entzündete die Lunte des Knallkörpers. Unmittelbar nach dem Anzünden explodierte der Feuerwerkskörper in seiner linken Hand und verletzte ihn schwer.

Halber Daumen und Zeigefinger abgerissen

Durch die Wucht der Explosion wurden der halbe Daumen und der Zeigefinger des 13-jährigen Kindes abgerissen. Zudem erlitt der 13-Jährige leichte Schürf- sowie und Platzwunden im Gesicht. Die drei anderen Kinder wurden nicht verletzt. Der 13-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Würzburger Krankenhaus gebracht.

Landeskriminalamt Bayern ermittelt

Die weiteren Untersuchungen des Vorfalls werden von dem für Sprengstoffdelikte zuständigen Sachgebiet des Bayerischen Landeskriminalamtes »LKA«, zusammen mit der Staatsanwaltschaft Würzburg übernommen. Dieser Fall verdeutlicht auf tragische Weise, wie gefährlich der falsche Umgang mit Pyrotechnik auch nach Silvester sein kann. Daher rät das LKA: Feuerwerkskörper, die versagen, liegen lassen und nicht nochmals zünden!


Foto: Symbolfoto