Gefunden: Vermisste 10-jährige aus Bretzfeld lebt

Hohenlohekreis

Bretzfeld. Happy End bei der Vermisstensuche einer 10-jährigen aus dem hohenlohischen Bretzfeld. Die Vermisste wurde am Donnerstagnachmittag, den 03.01.2019, gegen 15.30 Uhr lebend gefunden. Die Öffentlichkeitsfahndung mit Lichtbild wurde daher widerrufen. Wir berichteten bereits mehrfach.


Chronologie der Vermisstensuche


Streit mit Mutter – 10-jährige schlich sich aus Wohnung zu einer Freundin

Am Mittwoch, den 02.01.2019, kam es mit der 10-jährigen und deren Mutter zu einem Streit. Aufgrund des Streits schlich sich die 10-jährige heimlich aus dem elterlichen Haus und besuchte in Unterheimbach eine Freundin. Gegen 16.30 Uhr verabschiedete sich die 10-jährige von ihrer Freundin und trat den Heimweg an. Dort kam Sie jedoch nie an.

Eltern meldeten 10-jährige als vermisst – Suchmaßnahmen eingeleitet

Gegen 18.00 Uhr am Mittwoch, so die Mitteilung des Polizeipräsidium Heilbronn am Donnerstag gegen 04.00 Uhr, ging die Vermisstenmeldung der Eltern bei der Polizei ein. Gegen 22.00 Uhr startete eine großangelegte Suchmaßnahme der Polizei mit einem Polizeihubschrauber, der mittels Wärmebildkamera die Gegend absuchte. Ebenfalls kamen Personensuchhunde der Polizei zum Einsatz. Die Suchmaßnahme lief durchgehend bis Donnerstagmorgen. Ebenfalls wurde Bundespolizei informiert, falls die 10-jährige mit einem Zug unterwegs sein sollte.

Suchmaßnahmen weitergeführt – Weitere Einsatzkräfte eingebunden

In den Vormittagsstunden des Donnerstages, 03.01.2019, wurde die Suchmaßnahme ausgeweitet und weitere Hilfsorganisationen mit eingebunden. Gegen 11.00 Uhr wurde die Presse und Bevölkerung das erste Mal offiziell darüber informiert und in Kenntnis gesetzt. Ein Lichtbild wurde der Öffentlichkeitsfahndung beigefügt. Wir berichteten bereits das erste Mal um kurz nach 04.00 Uhr und im Laufe des Tages mehrfach.

Großeinsatz angelaufen – externe Rettungshundestaffeln hinzugezogen

Gegen 13.00 Uhr wurde die Einsatzzahl drastisch erhöht; auf ein Großaufgebot im Bretzfelder Ortsteil Unterheimbach aufgefahren. Mittlerweile wurden externe Rettungshundestaffeln hinzugezogen. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera beteiligte sich erneut an der Suchmaßnahme. Ebenfalls wurden die Polizeistreifen aus dem gesamten Präsidiumsgebiet um die Suchmaßnahme erhöht.

Bereitschaftspolizei nachgefordert

Weitere Polizeibeamte der Bereitschaftspolizei aus Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) kamen gegen 13.30 Uhr zur Unterstützung hinzu. Das Technische Hilfswerk Heidelberg fuhr durch den Unterheimbacher Ort und machte Lautsprecherdurchsagen, wobei die Bewohner ihre Grundstücke überprüfen sollten, ob sich das Mädchen möglicherweise dort versteckt hielte.

Einsatzkräfte auf über 160 aufgestockt

Mittlerweile waren weit über 160 Einsatzkräfte der Polizei, Bereitschaftspolizei, DRK und Technischen Hilfswerk im Einsatz. Bereits über den Vormittag hinweg, wurde die Unterheimbacher Mehrzweckhalle als Einsatzzentrale umfunktioniert. Von dort liefen die Koordinationen aller beteiligten Organisationen zusammen. Wäre die 10-jährige auch in den Abend- und Nachtstunden nicht gefunden worden, wäre die Mehrzweckhalle weiterhin aktiv besetzt geblieben und die Suchmaßnahme »mit einer kleineren Personalstärke« fortgeführt worden, so das Polizeipräsidium Heilbronn. Glücklicherweise kam es nicht mehr so weit.

Fahrradfahrer findet 10-jährige lebend

Erleichterung herrschte um zirka 15.30 Uhr am Donnerstagnachmittag, des 03.01.2019. Die 10-jährige wurde lebend gefunden. Ein Rettungssanitäter, der frei hatte und privat eine Fahrradtour unternahm, entdeckte die 10-jährige auf seiner routinemäßigen Fahrradtour an einem angrenzenden Wald lebend, in der Nähe der Unterheimbacher Mehrzweckhalle. Er brachte die 10-jährige anschließend zurück. Die 10-jährige wird medizinisch betreut. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Wo sich die 10-jährige in der Nacht aufgehalten hatte, ist dem Polizeipräsidium derzeit ein Rätsel. Die Ermittlungen laufen weiterhin, um den Fall abschließend zu können.

Enorme Anzahl an Rettungshundestaffeln und Besatzungen

Neben den zahlreichen Polizeistreifen des Polizeipräsidium Heilbronn sowie Polizeipräsidium Einsatz und der Polizeihubschrauberbesatzung, waren 65 Hundeführerinnen und Hundeführer mit 36 Hunden der Rettungshundestaffeln BRH Unterland, BRH Rems-Muhr, BRH Ludwigshafen-Mannheim, DRK Bad Mergentheim, DRK Heidelberg, DRK Mosbach und BRH Mittlerer Neckar mit in die Suchmaßnahmen der 10-jährigen eingebunden. 15 Angehörige des Deutschen-Roten-Kreuzes Hohenlohekreis versorgten die Einsatz- und Rettungskräfte. Das Technische Hilfswerk Heidelberg war ebenfalls vor Ort.


Foto: René Engmann