28 Leichtverletzte durch Reizgas in Würzburger Möbelhaus

Hilfeleistungen Unterfranken

Würzburg. Am Freitag, den 14.12.2018, löste ersten Ermittlungen zu Folge ein versehentlich versprühtes Reizgas einer Angestellten einen größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften in einem Möbelhaus aus. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ermittelt zu den genaueren Umständen.

Großalarm für Einsatzkräfte

Gegen 12.00 Uhr wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken über einen möglichen Gasaustritt in einem Möbelhaus in der Mergentheimer Straße in Würzburg-Heidingsfeld informiert. In der Mitteilung hieß es, dass mehrere Personen über Atemwegsbeschwerden klagten. Umgehend wurde Großalarm für die Rettungsdienste von Malteser, Johanniter und Bayerisches-Rotes-Kreuz, mehreren Schnelleinsatzgruppen der Rettungsdienste sowie Feuerwehren und Polizei ausgerufen. Die Büroräume des Möbelhauses wurden hierbei kurzerhand zu Untersuchungszimmern umfunktioniert.

Möbelhaus-Angestellte löste versehentlich Pfefferspray aus

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt war wenige Minuten später mit zahlreichen Streifenwagenbesatzungen vor Ort und sperrte den Bereich um das Gebäude des Möbelhauses XXXLutz Neubert weiträumig ab, während sich eingesetzte Feuerwehrleute auf die Suche nach dem vermeintlichen Gasleck machten und betroffene Personen aus dem 4. Obergeschoss des Möbelhauses evakuierten. Ermittlungen der Polizei zu Folge wurden die Beschwerden der Geschädigten versehentlich durch ein Reizgas aus einem Pfefferspray einer Angestellten ausgelöst.

Über zwei Dutzend Verletzte

28 Personen wurden durch das versprühte Pfefferspray leicht verletzt, eine Person musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Allein von den verschiedenen Rettungsdiensten waren sechs Notärzten und 12 Rettungs- und Transportfahrzeuge im Einsatz. »Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei lief reibungslos. Auch die Leitung des Möbelhauses hat bei der Bewältigung des Einsatzes sehr gut mitgewirkt.«, zeigte sich der Einsatzleiter des BRK Kreisverbandes Würzburg, Paul Justice, zufrieden. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt übernahm die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Kunden oder weitere Mitarbeiter.


Foto: BRK KV Würzburg