LKW-Eisplatten als tödliche Geschosse – Verhaltenstipps

Prävention

Regional. Durch kühle Witterung mit Minusgraden und damit verbundene Niederschläge in Form von Regen und Schnee kann es im Winterhalbjahr immer wieder zu unbemerkten Eis- und Schneeansammlungen auf Fahrzeugdächern kommen. Insbesondere wenn der Niederschlag auf LKW-Dächern gefriert und von dem Fahrer nicht geräumt wird, kann das schnell zur Gefahr werden. Völlig unkontrolliert können sich Eisplatten lösen und sowohl den nachfolgenden, als auch den Gegenverkehr gefährden.

Fliegende Eisplatten eine ungeahnte Gefahr in der Winterzeit

Herunterfallendes Eis ist immer wieder Ursache für zahlreiche Verkehrsunfälle. Durchschlägt eine Eisscholle eine Windschutzscheibe kann es zu schwersten, im schlimmsten Fall zu tödlichen Verletzungen kommen. Wenn Sie im Straßenverkehr eine solche Dachlast bei einem anderen Verkehrsteilnehmer erkennen, versuchen Sie den Fahrer gegebenenfalls durch Hupen auf die Gefährdung aufmerksam zu machen. Während das Erkennen und Beseitigen von Schnee und Eis auf einem PKW kein Problem darstellt, ist dies beim LKW mit teils erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Für alle Fahrer ist es daher zwingend erforderlich, sich zuvor davon zu überzeugen, dass sich keine Eisplatten oder lose Gegenstände auf dem Dach des Führerhauses oder auf den Planen befinden.

Die Polizei möchte den Fahrern von Lastkraftwagen und Sattelzügen entsprechende Verhaltenstipps mit auf den Weg geben:

  • Bitte befreien sie die Dächer ihrer Fahrzeuge vor Fahrtantritt von Eis und Schnee
  • Nutzen sie, sofern möglich, einen überdachten Parkplatz
  • Planen sie die nötige Zeit ein und befreien sie ihre Fahrzeuge komplett von Eis und Schnee
  • Beachten sie beim Besteigen des Fahrzeugaufbaus mit einer Leiter die Vorschriften der Berufsgenossenschaften
  • Lässt die Ladung es zu, können sie bei Planenaufbauten von innen mit einer Holzlatte oder ähnlichem gegen die Abdeckplane drücken, um damit Eis und Schnee vom Aufbau herunterzustoßen
  • Informieren sie sich über Alternativen, die von der Nutzfahrzeugindustrie angeboten werden

Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen
Fotos: Polizeipräsidium Nordhessen