Geiselnahme in Öhringer Postverteilzentrum unblutig beendet

Hohenlohekreis

Öhringen. Zu einem Großeinsatz kam es am Mittwochabend, den 28.11.2018, in der Öhringer Bahnhofstraße für die Polizei. Ein ehemaliger 46-jähriger Mitarbeiter eines Postverteilzentrums hatte unter Waffengewalt eine Geiselnahme ausgelöst. Diese konnte durch die Polizei am Ende unblutig beendet werden.

2 Mitarbeiterinnen unter Waffengewalt als Geisel genommen

Gegen 19.15 Uhr ging über den Polizeinotruf 110 in dem zuständigen Polizeipräsidium Heilbronn ein Notruf einer Frau ein, die über eine Geiselnahme in ihrer Arbeitsstätte – einem Postverteilzentrum – in der Bahnhofstraße in Öhringen berichtete. Sofort wurde ein Großeinsatz für die Polizei und weitere Kräfte ausgelöst. 5 Minuten zuvor, um 19.10 Uhr betrat ein bewaffneter Mann das dortige Postverteilzentrum. In dieser Zeit befanden sich 2 Briefzustellerinnen im Gebäude. Der bewaffnete Mann, bei dem es sich um einen ehemaligen 46-jährigen Mitarbeiter handelte, gab gegenüber den beiden Briefzustellerinnen an, »dass er nicht mehr könne und alles beenden wolle.« Zudem zeigte der stark alkoholisierte 46-jährige Geiselnehmer eine Pistole vor.

Einer Mitarbeiterin gelang die Flucht

Einer der beiden Mitarbeiterinnen gelang über eine Seitentür die Flucht aus dem Gebäude. Daraufhin konnte Sie umgehend den Notruf bei der Polizei absetzen. In der Zwischenzeit hatte der stark alkoholisierte 46-jährige Geiselnehmer, der bis vor wenigen Wochen als Briefzusteller in diesem Betrieb tätig war, die andere Angestellte in seiner Gewalt. Er verlangte, einen Mitarbeiter der Postverwaltung zu sprechen und dass die Polizei verständigt wird. Zwischenzeitlich hatten Kräfte des Polizeireviers Öhringen das Gebäude umstellt.

Geiselnehmer wollte durch Polizei erschossen werden

Der stark alkoholisierte 46-jährige Geiselnehmer trat wenige Minuten später mit erhobenen Händen vor das Gebäude und forderte die Polizisten auf, ihn zu erschießen. Nachdem er durch die Polizeibeamten aufgefordert wurde, sich nieder zu knien und dem auch nachkam, griff er zu seiner Pistole, konnte jedoch durch umgehendes und beherztes Eingreifen der Einsatzkräfte unverletzt festgenommen werden.

Bei Schusswaffe handelte es sich um eine Soft-Air-Pistole

Hierbei ergab sich, dass es sich bei der vermeintlichen Schusswaffe um eine Soft-Air-Pistole handelte. Derzeit dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat an. Der stark alkoholisierte 46-jährige Geiselnehmer wurde im Laufe des Donnerstages, den 29.11.2018, einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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