Angriff gegen Rettungskräfte im Einsatz in Wertheim

Hilfeleistungen Main-Tauber-Kreis

Wertheim. Einen Angriff eines Patienten mussten Rettungskräfte des Deutschen-Roten-Kreuz am Mittwoch, den 28.11.2018, in Wertheim am eigenen Leib erfahren. Mit Faustschlägen versuchte der Patient auf die Einsatzkräfte einzuschlagen. Polizeischüler, die in der Nähe waren, konnten mit ihrem Lehrer den Angreifer in Schach halten.

35-jähriger Patient griff Rettungskräfte an

In den Morgenstunden des Mittwochs wurde eine Besatzung des Rettungsdienstes des Deutschen-Roten-Kreuz sowie dessen Notarzt zu einer medizinischen Versorgung in den Wertheimer Ortsteil Reinhardshof in die Willy-Brand-Straße alarmiert. Ein 35-jähriger der krampfte war das Ziel der Rettungskräfte. Als diese versuchten die medizinische Versorgung an dem 35-jährigen vorzunehmen, attackierte dieser plötzlich und unvermittelt die Rettungswagenbesatzung und den Notarzt. Dabei versuchte dieser mit Fäusten auf die Rettungskräfte einzuschlagen und nach ihnen zu treten.

Notarzt mit Kampfsporterfahrung wehrt weitere Angriffe ab

Der Notarzt wurde hierbei an der linken Stirnseite und eine Sanitäterin am rechten Unterarm getroffen. Der Notarzt, der über Kampfsporterfahrung verfügt, setzte dem Treiben durch gezieltes Abwehren schnell ein Ende. Aufgrund dessen nahm der 35-jährige Patient die Füße in die Hand und flüchtete in Richtung des Supermarktes REWE.

Polizeischüler mit Lehrer nahmen durch Zufall Täter fest

An dieser Stelle kamen auszubildende Polizeibeamte mit ihrem Lehrer der Hochschule für Polizei Wertheim ins Spiel, die zufälligerweise am Supermarkt waren. Ihnen gelang es den 35-jährigen Täter, bereits vor dem Eintreffen der alarmierten Polizei, zu Boden zu bringen und ihm Handschließen anzulegen. Trotz einer Schnittwunde am Finger eines Auszubildenden, war dies ein voller Erfolg des ersten Einsatzes im Freien für die fünf Polizeikommissaranwärter.


Foto: Symbolfoto