Stinkbombengeruch in Mosbacher Postverteilerzentrum

Hilfeleistungen Neckar-Odenwald-Kreis

Mosbach. Ein rätselhafter Fall beschäftigte am Dienstag, den 27.11.2018, die Mosbacher Polizei sowie die Feuerwehren. Eine bislang unbekannte Substanz verbreitete sich in einem Mosbacher Postverteilerzentrum aus einem der Postpakete, was eine schwere Reaktion der Atemwege für drei Mitarbeiterinnen mit sich zog.

Drei Mitarbeiterinnen klagten über starke Übelkeit

Um 08.26 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Mosbach die Feuerwehren aus Mosbach und Buchen zu einem technischen Hilfeeinsatz mit dem Alarmstichwort Gasalarm in ein Postverteilzentrum, in die Pfalzgraf-Otto-Straße nach Mosbach. Drei Mitarbeiterinnen des Postverteilerzentrums mussten aufgrund starker Übelkeit von dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Berufsfeuerwehr Mannheim rückte an

Die Mosbacher Feuerwehr führte Messungen durch und Spezialisten der Berufsfeuerwehr Mannheim rückten an. Letztere nahmen einen Postbehälter zur Untersuchung mit. Zunächst wurde angenommen, dass ein Wildschweinvergrämungsmittel »Hukinol«, das per Internet bestellt werden kann, ausgelaufen ist.

Nach der ersten Untersuchung wurde jedoch davon ausgegangen, dass es sich bei dem übelriechenden Stoff um Buttersäure handelte, die in sogenannten Stinkbomben zum Einsatz kommt. Nachgewiesen werden konnte jedoch bislang keiner der vermuteten Stoffe. Die drei Verletzten konnten bereits am selbigen Tag das Krankenhaus wieder entlassen.

Keine Hinweise eines bösen Scherzes

Hinweise, dass sich jemand einen bösen Scherz erlaubt hatte, gibt es bislang nicht. Wahrscheinlicher ist, dass in einem Paket während des Transportes eine Ampulle zerborsten war. Die Messwerte überschritten keinerlei Grenzwerte. Nach rund 11 Stunden konnte die Arbeit im Verteilerzentrum wieder aufgenommen werden.


Foto: Symbolfoto