Mutmaßliche Messerstecherei in Königshöfer Flüchtlingsunterkunft

Main-Tauber-Kreis

Lauda-Königshofen. Eine mutmaßliche Messerstecherei am Samstagabend, den 17.11.2018, in einer Flüchtlingsunterkunft in Lauda-Königshofen endete für mindestens eine Person mit erheblichen Verletzungen. Polizei, Kriminaldauerdienst und Staatsanwaltschaft sind involviert. Die zuständige Staatsanwaltschaft hält jedoch weiterhin sämtliche Informationen zurück.

Nach Angriff – Größere Menge Blut auf Asphalt und Haupteingangstüre

Gegen 21.00 Uhr wurde das Polizeipräsidium Heilbronn über einen Vorfall in einer Sozialunterkunft – die in erster Linie eine Unterkunft für zugewiesene Asylbewerber in der Anschlussunterbringung sowie für Obdachlose ist – in der Straße »Am Breitenstein« im Lauda-Königshofener Ortsteil Königshofen alarmiert. Vor Ort war im Außenbereich auf dem Fußweg zum Eingang sowie an der Haupteingangstüre selbst eine größere Menge an Blut. Nach bisherigen Informationen, die trotz mehrfacher Nachfragen vor Ort und anschließend Samstagnacht und späten Sonntagnachmittag in der Führungs- und Lagezentrale Heilbronn weder bestätigt noch dementiert wurden, handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um eine mutmaßliche Tat mit Einsatz eines Messers unter bislang 2 Personen. Dabei soll es, ebenfalls mutmaßlich, zwischen einem Bewohner und einem Bewohner einer externen Unterkunft zu diesem Vorfall gekommen sein. Die Gründe sind hier ebenso bislang völlig unklar, da keine Bestätigung oder Dementierung stattfindet.

Was offiziell bestätigt werden konnte, ist, dass keine Person zu Tode kam. Wie hoch der Grad der Verletzung ist, ist nicht bekannt. Ebenfalls offiziell bestätigt ist, dass bei der Fahndungsmaßnahme mindestens 6 Streifenwagen sowie 1 Fahrzeug des Kriminaldauerdienstes Heilbronn beteiligt waren. Ein weiteres Fahrzeug des Kriminaldauerdienstes Heilbronn sowie 2 Streifenwagen waren rund 3 Stunden, bis kurz nach Mitternacht, am Tatort und sicherten in akribischer Arbeit die sichtbaren Spuren. Ob die Fahndungsmaßnahme nach dem Täter erfolgreich verlief oder bislang aussteht, konnte nicht genannt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Königshofen rückte mit einem Löschfahrzeug an und leistete Amtshilfe in Form des Ausleuchtens des Tatortes.

Informationen werden weiterhin zurückgehalten

Erneut hält die in diesem Fall zugewiesene Staatsanwaltschaft Mosbach die Informationen bis auf Weiteres zurück. Bereits bei einem besonders schweren Fall von Einbruch, der sich knapp eine Woche zuvor in Tauberbischofsheim ereignete, wobei samstags kurz vor Mitternacht ein Einbruch in einem Selbstbedienungs-Warenhaus in der Tauberbischofsheimer Pestalozziallee stattfand, wurden trotz mehrfacher Nachfragen in der Nacht, am Tag und Folgetag, die Informationen zurückgehalten und die Veröffentlichung um auf fast 3 Tage aufgeschoben. Einer der Einbrecher zog sich gravierende Verletzungen zu. Eine groß eingeleitete Fahndung nach den weiteren Einbrechern verlief bis heute erfolglos.


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Fotos: René Engmann