Wer seinen Roller liebt – der versucht diesen rund 150 km zu schieben

Neckar-Odenwald-Kreis

Obrigheim. Zu einem außergewöhnlichen Fall wurden Polizeibeamte des Polizeireviers Mosbach in der Nacht auf Mittwoch, den 14.11.2018, gerufen. Zwei Männer aus dem Würzburger Raum waren eine rund 150 kilometerlange Heimreise aus dem Landkreis Karlsruhe angetreten und strandeten in mitten der Nacht im Neckar-Odenwald-Kreis bei frostigen Außentemperaturen.

Schlafplatz bei frostigen Temperaturen im freien gewählt

Kurz nach 01.00 Uhr hatte ein Zeuge dem Polizeipräsidium Heilbronn mittgeteilt, dass sich zwei Männer an einem Stromkasten im Gewerbepark »Techno« bei Asbach schlafen gelegt haben. Die Polizeibeamten trafen kurze Zeit später die beiden aus dem Raum Würzburg wohnenden 46 und 21 Jahre alten Männer an. Während der Befragung nach dem Grund der außergewöhnlichen Übernachtung bei nahezu frostigen Temperaturen, waren die Polizeibeamten mehr als überrascht.

Rund 150 kilometerlanger Rückweg zu Fuß angetreten

Im Gespräch kam heraus, dass der 46-jährige und der 21-jährige am Sonntag, den 11.11.2018, einen Motorroller in Karlsruhe gekauft hatten. Da der Roller nicht zugelassen war und für einen Rücktransport offenbar keine andere Möglichkeit bestand, traten die beiden den rund 150 Kilometer weiten Rückweg zu Fuß an. Der Marsch der beiden unterfränkischen Ansässigen endete vorerst mit einer versuchten Übernachtung im Neckar-Odenwald-Kreis. Am nächsten Tag wäre die Fußreise weiter in Richtung Würzburg gegangen.

Polizeibeamte zeigten Herz und ließen Männer im Vorraum des Polizeireviers übernachten

Da es für eine Übernachtung im Freien zu kalt war und keine alternative Schlafmöglichkeit für die zwei durchgefrorenen 46 und 21 Jahre alte Männer bestand, ermöglichten die Polizeibeamten den beiden, dass sie sich ausnahmsweise für den Rest der Nacht im Vorraum des Polizeireviers in Mosbach ausruhen und vor allem aufwärmen konnten. Um die weitere Rückreise und den Rücktransport des Rollers müssen sich beide jedoch selbst kümmern. Den Kauf des nächsten Fahrzeugs werden beide bestimmt besser planen, so das Polizeipräsidium Heilbronn in der abschließenden Meldung.


Foto: Symbolfoto