Großeinsatz und Umstellung des Gebäudes in Tauberbischofsheim

Main-Tauber-Kreis

Tauberbischofsheim. Ein Polizeihubschrauber und eine starke Anzahl an Polizeikräften umstellten in der Nacht von Sonntag, den 11.11.2018, auf Montag den E-Center in der Tauberbischofsheimer Pestalozziallee aufgrund eines Einbruchs. Mutmaßlich mehrere Täter versuchten das Glück, wobei einer mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus liegt. Die weiteren mutmaßlichen Täter sind derzeit über alle Berge. Es werden Zeugen gesucht.

Polizeikräfte umstellten gesamten E-Center – Polizeihubschrauber leuchtete Gelände aus

Um zirka 23.30 Uhr erhielt das Polizeipräsidium Heilbronn den Eingang eines Einbruchsalarmes des Selbstbedienungs-Warenhaus E-Center in der Pestalozziallee in Tauberbischofsheim. Daraufhin begab sich eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Tauberbischofsheim zur genannten Örtlichkeit. Während der Inaugenscheinnahme durch die Polizeibeamten, die zu Fuß von außen nach möglichen Tätern im Inneren suchten, hörten diese plötzlich Stimmen aus dem Gebäudeinneren und fanden kurze Zeit später den Grund dafür. Ein Mann lag im Bereich des Personaleinganges auf dem Boden. Die Staatsanwaltschaft Mosbach vermutet derzeit, dass dieser zuvor mit weiteren Personen in das Gebäude eingebrochen war und sich bei seinem Fluchtversuch verletzt hatte.

Aufgrund der unklaren Lage, ob noch weitere Personen im Gebäudeinneren sind, wurden umgehend weitere Polizeikräfte aus der gesamten Region zusammengezogen, sowie ein Polizeihubschrauber des Polizeipräsidiums Einsatz aus Bruchsal. Nachdem der Polizeihubschrauber und weitere Polizeikräfte eingetroffen waren, wurde das gesamte Gebäude von außen durch Polizeibeamte umstellt. Der Polizeihubschrauber positionierte sich hierbei in der Luft über dem Areal, um das gesamte Gelände mittels Suchscheinwerfer auszuleuchten.

Von Dach in Gebäudeinnere eingestürzt und schwerverletzt

Nach intensiver Überprüfung stellte sich heraus, dass keine weiteren Personen mehr im Gebäudeinneren waren. Der Rettungsdienst übernahm den auf dem Boden liegenden Einbrecher und lieferte diesen mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus ein. Nach derzeitigem Stand der Staatsanwaltschaft Mosbach sind dessen Verletzungen weiterhin gravierend.

Sofortige Fahndung brachte bisher keinen Erfolg

Unterdessen wurde eine sofortige Fahndung nach weiteren Tatverdächtigen eingeleitet, bei der mehrere Streifenwagenbesatzungen und im weiteren Verlauf der Polizeihubschrauber beteiligt waren. Im Inneren des Selbstbedienungs-Warenhauses stellten die Polizeibeamten eine Öffnung in der Decke fest, wobei der zuvor im Inneren liegenden Einbrecher durchgefallen sein muss. Ob etwas entwendet wurde, steht bislang noch nicht fest. Vermutlich wurden die Einbrecher durch den ausgelösten Alarm gestört und flüchteten daraufhin über das Dach.

Bankautomat blieb unberührt – Keine Sprengung

Ein von der Sparkasse Tauberfranken betriebener Bankautomat, der sich auf der linken Eingangsseite des Selbstbedienungs-Warenhauses befindet, wurde weder »gesprengt«, noch zur »Explosion« gebracht. Wie Staatsanwalt Florian Sommer von der Staatsanwaltschaft Mosbach auf Nachfrage von banews.de mittteilte, »gibt es derzeit keine Anhaltspunkte das der Einbruch in einem Zusammenhang mit einem im Objekt angebrachten Bankautomaten steht. Auch wurde dieser nicht – wie anderslautende Gerüchte – in die Luft gesprengt.«

Keine weiteren Informationen aus ermittlungstaktischen Gründen

Um welches Alter und Nationalität es sich bei dem schwerstverletzt aufgefundenen Einbrecher handelt und wie viele weitere mutmaßliche Täter involviert waren, wird aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht bekannt gegeben. Bestätigt werden kann, so die Staatsanwaltschaft Mosbach, dass es sich um mehr als eine beteiligte Person des Einbruchs handelt.

Zeugen gesucht!

Es werden Zeugen gesucht, die eventuell Beobachtungen bereits schon am Samstag machen konnten, die sie aber womöglich nicht mit einer Straftat in Verbindung brachten. Auch bittet das Kriminalkommissariat Tauberbischofsheim darum, Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugen, die eventuell in dem Bereich aufgefallen waren, unter der Telefonnummer 09341 – 810 zu melden.


Fotos: René Engmann