Wohnungsdurchsuchung – Rechtsextremes Gedankengut über WhatsApp verbreitet

Unterfranken

Würzburg. Weil er Nachrichten mit rechtsextremem Inhalt in einer WhatsApp-Gruppe verbreitet haben soll, hat die Kriminalpolizei Würzburg ein Ermittlungsverfahren gegen einen 52-jährigen Würzburger eingeleitet. Das Smartphone des Mannes wurde am Mittwoch, den 07.11.2018, im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt.

Rassistische und menschenverachtende Inhalte

Bereits vor einigen Wochen war bei der Kriminalpolizei Würzburg eine Anzeige eingegangen, nach welcher in einer WhatsApp-Gruppe Nachrichten mit teils rassistischem und menschenverachtendem Inhalt eingestellt worden sein sollen. Das zuständige Kommissariat für Staatsschutzangelegenheiten übernahm daraufhin die weitere Sachbearbeitung. Mit einem auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg erwirkten richterlichen Durchsuchungsbeschluss standen Beamte der Kriminalpolizei am Mittwoch vor der Wohnung des mutmaßlichen Verbreiters der Nachrichten. Das Smartphone des 52-jährigen wurde als Beweismittel sichergestellt.

Warnung der Polizei – Volksverhetzung kein Kavaliersdelikt

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, vor der Verbreitung oder der Weiterleitung derartiger Nachrichten zu warnen. Wer extremistisches Gedankengut – egal welcher Art – in den sozialen Medien veröffentlicht, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. In dem vorliegenden Fall muss sich der 52-jährige nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung verantworten.


Foto: René Engmann