95 km lange Verfolgungsjagd über die A3 endet in schwerem Verkehrsunfall

Unterfranken Verkehrsunfälle

A3/Weibersbrunn/St2271/Kitzingen. Am späten Montagabend, des 05.11.2018, sollte ein PKW auf der Bundesautobahn 3 bei Weibersbrunn (Landkreis Aschaffenburg) einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrer des PKW trat jedoch die Flucht an, die nach über 95 Kilometern bei Volkach (Landkreis Kitzingen) in einem schweren Verkehrsunfall mündete, bei dem vier Personen, darunter zwei Polizeibeamte, verletzt wurden. Das Resultat, 3 Totalschäden und ein Gesamtschaden von über 120.000 Euro.

95 kilometerlange Verfolgungsjagd von Weibersbrunn bis Volkach

Gegen 20.00 Uhr wollten Polizeibeamte der Aschaffenburger Polizei einen auf der Bundesautobahn 3, Höhe der Raststätte Spessart, in Fahrtrichtung Würzburg fahrenden PKW Dacia einer Verkehrskontrolle unterziehen. Statt anzuhalten gab der 31-jährige Dacia-Fahrer allerdings Vollgas und versuchte sich durch hohe Geschwindigkeit und riskante Fahrmanöver der Verkehrskontrolle zu entziehen.

Auf einer Länge von über 95 Kilometern, kam es immer wieder zu Beinahe-Zusammenstößen mit weiteren hinzugezogenen Polizeifahrzeugen, die der 31-jährige Dacia-Fahrer versuchte, von der Fahrbahn abzudrängen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Streifenwagen der Polizeiinspektion Aschaffenburg.

Waghalsige Verfolgungsjagd weiter auf Staatsstraße 2271

Der Fluchtwagen verließ auf der Bundesautobahn 3, an der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach die Bundesautobahn und setzte seine waghalsige Flucht auf der Staatsstraße 2271 mit massiv überhöhter Geschwindigkeit fort. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Polizeibeamten in den Streifenwägen aus der Luft. Als der 31-jährige Dacia-Fahrer seinen PKW bei Volkach als Geisterfahrer in einen Kreisverkehr lenkte, stieß er hierbei frontal mit einem entgegenkommenden BMW zusammen.

Als Geisterfahrer in Kreisverkehr schweren Zusammenstoß verursacht

Der flüchtige 31-jährige Dacia-Fahrer überschlug sich anschließend mit seinem Fahrzeug über den Kreisverkehr und blieb auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite liegen. Ein direkt nachfolgender Streifenwagen musste dem schweren Zusammenstoß zwischen dem Dacia und BMW im Kreisverkehr ausweichen und prallte hierbei allerdings mit voller Wucht in die Leitplanke. Sowohl der Fahrer des Streifenwagens als auch ein weiterer Mitfahrer wurden hierbei verletzt. Durch den schweren Zusammenstoß zwischen Dacia und BMW wurde der 40-jährige BMW-Fahrer leicht, der 31-jährige Dacia-Fahrer mittelschwer verletzt. Beide Personen, sowie die Polizeibeamten wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Gestohlener PKW aus Frankreich – 31-jähriger aus Osteuropa

Bisherige Ermittlungen der Polizeiinspektion Kitzingen deuten darauf hin, dass der PKW Dacia durch den aus Osteuropa stammenden 31-jährigen Fahrer in Frankreich gestohlen wurde. In dessen Geldbeutel stellten Polizeibeamte bei der vorläufigen Festnahme zudem eine geringe Menge Marihuana sicher. Der Gesamtsachschaden der Verkehrsunfälle beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 120.000 Euro.


Fotos: C.Rash