Großkontrolle auf der A81 bei Gerchsheim – Über 250 Personen kontrolliert

Main-Tauber-Kreis

A81/Großrinderfeld. Eine Großkontrolle fand am Mittwoch, den 31.10.2018, auf der Bundesautobahn A81 in Fahrtrichtung Würzburg auf dem Parkplatz Spitalwald Ost, auf der Gemarkung Großrinderfeld statt. Dabei wurden über 250 Personen einer Kontrolle unterzogen. Die Großkontrolle hatte zum Ziel, die Bekämpfung der Kriminalität und Fahndung auf überregionalen Verkehrswegen, sowie Verkehrskontrollen des PKW- und Schwerverkehrs zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

5-stündige Großkontrolle auf Parkplatz

Um 15.00 Uhr startete die 5-stündige Großkontrolle mit über 50 Beamtinnen und Beamten des zuständigen Polizeipräsidiums Heilbronn, darunter Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der örtlichen Polizeireviere aus dem Main-Tauber-Kreis, den Polizeirevieren aus dem Großraum Heilbronn mit Spezialisten aus dem Schwerlastbereich und Betäubungsmittelbereiches, Kontrolleuren des Zolls der Außenstelle Tauberbischofsheim, Sondereinsatzkräfte des Polizeipräsidium »Einsatz« aus Göppingen und Hundeführern der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim. Die Großverkehrskontrolle fand in diesem Jahr auf der Bundesautobahn 81, von Heilbronn in Fahrtrichtung Würzburg, zwischen den Anschlussstellen Tauberbischofsheim und Gerchsheim, auf dem Parkplatz Spitalwald Ost (Gemarkung Großrinderfeld) statt.

Was war das Ziel der Großkontrolle?

Wie Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Elmar Hilbert vom Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim mitteilte, stand die Großkontrolle unter der Zielrichtung mehrerer Bereiche. Mit der Überprüfung und Überwachung des Schwerlastverkehrs im Rahmen der Ruhe- und Lenkzeiten sowie der Schwarzarbeit und Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuglenker im Bereich von Alkohol und Drogen, gab es ein weiteres Augenmerk auf die Verkehrstüchtigkeit im technischen Bereich der einzelnen Fahrzeuge. Ferner war die Überprüfung regionaler und überregionaler Fahrzeuge und Fahrzeuglenker gegeben, um dadurch Straftäter zu überprüfen, Verstöße festzustellen und Sanktionen zu verhängen.

Wie wurde die Großkontrolle durchgeführt?

Bereits vor dem eigentlichen Kontrollpunkt auf dem Parkplatz Spitalwald Ost, der 3 km vor der Anschlussstelle Gerchsheim liegt, wurden sämtliche Verkehrsteilnehmer auf dem 8 kilometerlangen festen Abschnitt, zwischen der Raststätte ob der Tauber Ost und Parkplatz Spitalwald Ost, kurz davor von zwei auf eine Fahrspur geführt. Hierfür wurde die Geschwindigkeit auf 40 Stundenkilometer begrenzt. Wenige hundert Meter vor der Einfahrt zur Kontrollstelle selektierten mehrere Polizeibeamte die Verkehrsteilnehmer nach Gespür und Berufserfahrung heraus und lotsten diese auf den Parkplatz zu deren bereitstehenden Kollegen.

Zur Durchführung der Verkehrsüberwachung des Schwerlastbereiches nahmen die Spezialisten neben Lastkraftwagen auch Montagefahrzeuge und Fernbusse genauer unter die Lupe. Zugleich überprüften Beamte der Zollaußenstelle Tauberbischofsheim das Thema Schwarzarbeit. Hundeführer der Kriminalpolizei spezialisierten sich auf das Thema Betäubungsmittel, wobei hier der Schwerpunkt einer selektiven Durchführung von Fahrzeugen, Personen und Gepäck lag. Sondereinsatzkräfte des Polizeipräsidiums waren für die Technische Unterstützung verantwortlich. Ebenfalls stellten diese die erforderliche spezielle technische Ausrüstung zur Überprüfung von Dokumenten zur Verfügung.

Allerlei Verstöße aufgedeckt

Im Rahmen dieser Großkontrolle wurden über 250 Personen und circa 130 Fahrzeuge kontrolliert. Drogenfahrten durch mehrere Fahrzeugführer wurden verzeichnet, da diese unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln während der Fahrt standen. Für diese war an Ort und Stelle die Fahrt zu Ende und die Beschlagnahmung des Fahrzeugschlüssels gegeben. Verstöße im Fahrpersonalrecht und der Fahrerlaubnisverordnung gab es ebenso einige. Gegen die im Schwerlastverkehr geltenden Lenk- und Ruhezeiten wurden aufgedeckt und geahndet. Ein Anfang 30-jähriger Verkehrsteilnehmer war auf internationaler Ebene per Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben. Mehrere Funde von Betäubungsmitteln, darunter Marihuana, Amphetamin, Extasy und Kokain waren keine Seltenheit.

Zeitverlust von über 2 Stunden – Teils 26 Kilometer Rückstau

Aufgrund des beginnenden Rückreiseverkehrs der Herbstferien, des am darauffolgenden Tag stattfindenden feiertags Allerheiligen, kam es teils zu massiven Verkehrsbehinderungen auf der Bundesautobahn sowie der umliegenden Bundesstraße und Landstraße. Zu Beginn um 15.00 Uhr hielt sich rund 2 Stunden lang der Rückstau bis auf Höhe der Raststätte ob der Tauber Ost. Im Schnitt betrug dieser 7 – 9 Kilometer. Je später die Zeit wurde, der berufliche Feierabendverkehr, gepaart mit dem Rückreise- und Feiertagsverkehr näher rückte, desto größer staute sich der Verkehr zurück.

Zwischenzeitlich und zur Spitzenzeit war das Stauende auf Höhe der Anschlussstelle Ahorn, was eine Rückstaulänge von rund 26 Kilometer mit sich zog. Während dieser Zeit kam der Verkehr auf der an der Anschlussstelle Tauberbischofsheim liegenden Bundesstraße 290, vor allem 27, zum Erliegen. Viele Verkehrsteilnehmer wurden durch ihre Navigationsgeräte und Smartphones bereits auf einen Stau und Zeitverlust hingewiesen, wobei diese die Landstraße 578 von Tauberbischofsheim bis zur Bundesautobahn-Anschlussstelle Gerchsheim nutzten. Ein hohes Verkehrsaufkommen war hier gegeben. Nachdem die Großkontrolle um 20.00 Uhr beendet wurde, normalisierte sich der Verkehr bis 22.30 Uhr wieder. Die durchschnittliche Wartezeit im Stau betrug rund eineinhalb Stunden.


Fotos: René Engmann