Halloween kein Freifahrtschein für Straftaten aller Art

Prävention

Regional. Halloween – Das heißt erfahrungsgemäß für die Polizei vor allem in der Nacht vor Allerheiligen wieder verstärkt präsent sein zu müssen. Bei Vandalismus, Sachbeschädigung oder übermäßigem Erschrecken hört der Spaß auf und schnell steht eine Straftat im Raum. Ein großes polizeiliches Lob gilt vorab der überwiegenden Mehrheit der Halloween-Fans, die in den vergangenen Jahren einfach fröhlich gefeiert haben.

Einsatzstatistik des Polizeipräsidiums Unterfranken

Blickt man zurück auf die polizeiliche Einsatzstatistik des Polizeipräsidium Unterfranken, so hatten diese im vergangenen Jahr 2017, in der Nacht zu Allerheiligen, insgesamt 200 Einsätze von denen 63 einen direkten Bezug zu Halloween hatten. Der weitere Vergleich zum Jahr 2016 zeigte 230 Einsätze, wovon 90 einen direkten Bezug zu Halloween hatte. Ein deutlicher Rückgang zum direkten Halloweenbezug. Ebenfalls blieb es deutlicher ruhiger im Jahr 2017.

Was die Sachverhalte selbst anbelangt, so ging es zumeist um Sachbeschädigungen, Ruhestörungen oder Körperverletzungen und auch das illegale Zünden von Feuerwerkskörpern. Bei den polizeilich aufgefallenen Jugendlichen und Heranwachsenden war nicht selten auch reichlich Alkohol im Spiel.

Appell der Ordnungshüter

Ein Appell der Polizei an alle Halloweenfreunde, die Grenze zwischen Streichen und strafbarem Handeln nicht zu überschreiten. Wenn aus harmlosen Scherzen Straftaten werden und jemand zu Schaden kommt, hört der Spaß auf. Viele Streiche sind schlichtweg Sachbeschädigungen, was die Polizei nicht tolerieren kann. Wer Häuser und Autos mit Eiern bewirft, Wände besprüht oder Briefkästen mit Feuerwerkskörper in die Luft sprengt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.

Die Polizei rät den Eltern, im Vorfeld mit ihren Kindern über geplante Späße zu sprechen, ganz klar die Grenzen zur Straftat zu erläutern und auch Konsequenzen bei überzogenen Streichen oder übermäßigem Alkoholkonsum aufzuzeigen. Aus polizeilicher Sicht ist es gerade in dieser Nacht wichtig, Kinder und auch Jugendliche im Auge zu behalten. Insbesondere die Jüngeren sollten am besten durch einen erwachsenen Halloweenfreund auf ihren Süßigkeitentouren begleitet werden.

Polizei wird verstärkt Präsenz zeigen

Die Polizei wird auch in diesem Jahr wieder verstärkt im Einsatz sein und Präsenz zeigen, um strafbarem Handeln entgegenzuwirken und allen friedlichen Feiernden ein fröhliches Halloween zu ermöglichen. Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Feiernden ein schönes Halloweenfest, den Kindern viel Süßes und allen wenig Saures.


Foto: René Engmann