Zeitumstellung auf Winterzeit – Erhöhtes Wildwechselaufkommen

Prävention

Regional. Im ohnehin schon wildunfallreichen Herbst ist insbesondere zur Zeitumstellung Vorsicht im Straßenverkehr geboten. Berufspendler sind eine Stunde später in der Morgendämmerung und häufig auch in der Abenddämmerung unterwegs. In diesen Dämmerungszeiten sind ebenso sehr viele Wildtiere besonders aktiv.

Eine Stunde mehr Schlag – Eine Stunde früher Dunkel

Bei der Zeitumstellung auf Winterzeit werden immer am letzten Wochenende des Oktobers die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Folgerichtig wird dies von 03.00 Uhr in der Früh eine Stunde zurückgestellt. Nicht nur eine Stunde mehr an Schlaf den man geschenkt bekommt, auch künftig wird es eine Stunde früher dunkel.

Landesweit registriert die Polizei im Herbst ansteigende Wildunfallzahlen. Während in der Regel im März weniger Wildunfälle auf den Straßen verzeichnet werden, sind es im September und vor allem Oktober oft eine hohe Zahl an Wildunfällen, die unter anderem auf die Zeitumstellung zurückzuführen sind.

Die Polizei gibt Tipps zur Unfallvermeidung und Verhaltensweise im Falle eines Wildunfalls.

Tipps Ihrer Polizei zur Verringerung des Risikos eines Wildunfalls

  • Rechnen Sie außerhalb geschlossener Ortschaften immer mit Wildtieren. Hirsche und Rehe sind dämmerungsaktiv, können aber vor allem jetzt, in der Erntezeit, auch tagsüber plötzlich auftauchen. Wildschweine sind gerne nachts unterwegs.
  • Fahren Sie vorsichtig und seien Sie jederzeit bremsbereit. Wählen Sie ihre Geschwindigkeit so, dass Sie auch in Kurven jederzeit kontrolliert bremsen können, ohne dabei die Kontrolle über Ihr Fahrzeug zu verlieren.
  • Abblenden und bremsen bei Wildwechsel. Kontrolliert abbremsen und gegebenenfalls hupen, wenn Wild auf der Straße steht. Achten Sie dabei auf den nachfolgenden Verkehr. Halten Sie notfalls an. Ein Wildtier ist in seinem Verhalten unberechenbar. Es kann flüchten, plötzlich stehen bleiben und auch umdrehen und zurückkommen. Wo ein Tier zu sehen ist, gibt es weitere. Besser kontrolliert zusammenstoßen, als unkontrolliert ausweichen. Riskante Ausweichmanöver gefährden den Gegenverkehr und Sie selbst.
  • Achten Sie bitte auf die Warnschilder. Aufgrund von Auswertungen werden diese vor allem an Strecken aufgestellt, wo es besonders häufig zu einem Wildwechsel kommt.
  • Die Augen der Tiere reflektieren das Licht. Fahren Sie deshalb, wenn möglich mit Fernlicht, um das Wild rechtzeitig zu erkennen. Deshalb: Fuß vom Gas, wenn Sie durch Waldstücke oder entlang von Wäldern oder Feldern fahren.
  • Kommt es zu einem Verkehrsunfall, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen. Diese informiert den zuständigen Jagdpächter. Auf keinen Fall sollten Sie ein Tier nach einem Verkehrsunfall einladen und mitnehmen. Damit würde man sich wegen Jagdwilderei strafbar machen.
  • Und noch ein Tipp: Besuchen Sie ein Fahrsicherheitstraining. Diese werden regelmäßig von der Verkehrswacht und den bekannten Automobilclubs angeboten. Hier lernen Sie mit dem eigenen Fahrzeug professionelle Brems- und Ausweichmanöver. Wiederholen Sie regelmäßig dieses Angebot. Dann haben Sie eine reelle Chance, bei Gefahr das Richtige zu tun, um das Risiko eines Verkehrsunfalles auf ein Minimum zu reduzieren.

Foto: Symbolfoto