70-jähriger Gefängnisinsasse legte Feuer in JVA Würzburg

Brände Unterfranken

Würzburg. Nachdem es vergangene Woche in einer Gefängniszelle der Würzburger Justizvollzugsanstalt gebrannt hatte, gibt die Kriminalpolizei Würzburg die Brandursache bekannt. Ein technischer Defekt sowie Einwirkung von Dritten kann zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hat der 70-jährige Gefängnisinsasse in seiner Gefängniszelle das Feuer selbst gelegt.

Großeinsatz nach Gefängniszellenbrand

Wie bereits berichtet, war in der Nacht auf Freitag, den 28.09.2018 gegen 00.55 Uhr in einer Gefängniszelle in der Würzburger Justizvollzugsanstalt ein Feuer ausgebrochen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften, Feuerwehr, Justiz und Polizei war in der Anstalt im Einsatz. Die Kriminalpolizei Würzburg hatte noch in der Nacht Ermittlungen insbesondere zur Ursache des Feuers eingeleitet. Nach intensiver Auswertung der Brandspuren steht zweifelsfrei fest, dass der 70-jährige Gefängnisinsasse der Gefängniszelle das Feuer eigenhändig durch Entzünden seiner Matratze gelegt hatte.

Gesundheitszustand weiterhin sehr kritisch

Der 70-jährige liegt weiterhin mit schwerwiegenden Brandverletzungen in einer Klinik, sein Zustand ist kritisch. Neben dem 70-jährigen Brandstifter waren zwei weitere Gefängnisinsassen, fünf Beamte der Justiz sowie zwei Polizeibeamte durch Brandgase verletzt worden. Die Gefängniszelle, in der der Brand gewütet hatte, ist derzeit nicht nutzbar und muss zunächst renoviert werden.


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28.09.2018 – Feuer in Gefängniszelle in Justizvollzugsanstalt Würzburg


Foto: H. Usky