Pilotprojekt »Mobile Retter« im Neckar-Odenwald-Kreis ab Oktober 2018 alarmierbar

Neckar-Odenwald-Kreis

Mosbach. Im Falle eines Herzkreislaufstillstands steigt für Betroffene im Neckar-Odenwald-Kreis ab dem 1. Oktober 2018 die Wahrscheinlichkeit, sehr schnell Hilfe zu erhalten. Ab dann stehen landkreisweit über 150 Mobile Retter bereit, um im Idealfall schon nach wenigen Minuten und damit rechtzeitig Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Alarmiert werden die Retter, allesamt gut geschulte Ehrenamtliche, via der »Mobile Retter« Smartphone-App, direkt über die Integrierte Leitstelle in Mosbach.

Symbolische Freigabe in der Integrierte Leitstelle Mosbach

Dort wurde das Projekt auch durch Initiator Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, Landrat Dr. Achim Brötel, den Mosbacher DRK-Präsidenten Gerhard Lauth sowie den Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Mosbach, Steffen Blaschek, symbolisch freigeschaltet. »Damit erhalten Betroffene einige Minuten früher Notfallhilfe als durch den dazu kommenden Rettungsdienst. Und dieser Zeitgewinn kann Menschenleben retten«, betonten die Verantwortlichen bei der Freigabe. Die Alarmierung über das Smartphone stellt zudem eine wichtige Ergänzung des großen Engagements der »Helfer-vor-Ort«-Gruppen dar, die ebenfalls eingebunden sind.

Weiterhin qualifizierte Ehrenamtliche gesucht

Trotz der vielen bereits registrierten Mobilen Retter, werden weiterhin qualifizierte Ehrenamtliche, wie Ärzte, Krankenpfleger oder Feuerwehrleute gesucht, die im Notfall informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Einsatzortes aufhalten. Für diese Beschleunigung der Ersten Hilfe, die in großflächigen Versorgungsgebieten besonders wichtig ist, fungieren der Neckar-Odenwald-Kreis und Freiburg für zwei Jahre als Pilotregionen in Baden-Württemberg.


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25.05.2018 – Innovatives Alarmierungssystem im Neckar-Odenwald-Kreis

14.08.2018 – Vertragsunterschrift für das Projekt »Mobile Retter« im Neckar-Odenwald-Kreis


Foto: Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis