Nach Unwetterkatastrophe – Freigabe L1036 Braunsbach und Orlach

Kreis Schwäbisch Hall

L1036/Braunsbach. In Folge der schweren Unwetterkatastophe im Mai 2016 musste die L1036 auf Grund einer Rutschung für den Verkehr gesperrt werden. Rund 2 Jahre und 3 Monate danach sind die Sanierungsarbeiten weitestgehend abgeschlossen und die Vollsperrung wird am Mittwoch, 12. September 2018, aufgehoben werden. Bis dahin werden auch die noch fehlenden Schutzplanken angebracht, ohne die ein Befahren auf Grund der Absturzhöhe nicht vertretbar ist.

Unwetterkatastrophe 2016 die Ursache

Die Beseitigung der Böschungsrutschung an der L1036 aus dem Jahre 2016 und der Bachsanierung wurde als Gemeinschaftsmaßnahme des Regierungspräsidiums Stuttgart und der Gemeinde Braunsbach durchgeführt. Mit der Bachsanierung wurde im November 2017 in Orlach begonnen, so dass für die dortigen Gebäude wieder eine Zufahrt möglich war. Die Arbeiten zur Böschungssanierung begannen im April 2018 mit Verzögerung.

Es hatte sich herausgestellt, dass die ursprünglich geplante Ausführung mit Vernagelung der Böschung und Erstellung einer Winkelstützmauer trotz entsprechender Bodenerkundungsarbeiten wegen der sich örtlichen davon abweichenden Böschungsverhältnisse nicht möglich war. Als Alternative wurde eine Böschung mit bewehrter Erde und der Anhebung der Bachsohle mit erhöhter Uferbefestigung ausgeführt.

Etwas unterhalb, Richtung Braunsbach, musste noch eine beschädigte Gabionenwand teilweise ersetzt werden. Auch dort wurde die Böschung im oberen Bereich auf rund 4 Meter Höhe mit bewehrter Erde aufgebaut. Im Rahmen der Baumaßnahme mussten gemeindliche Entwässerungsleitungen neu hergestellt oder verlegt werden. Hierbei kam es zu Verzögerungen, da diese Arbeiten deutlich umfangreicher und schwieriger waren als ursprünglich angenommen. Ein Teil dieser Verzögerungen konnte durch das lang anhaltende schöne Wetter wieder aufgeholt werden. Die Kosten für die Böschungssanierung belaufen sich auf insgesamt 1,6 Millionen Euro und werden vom Land getragen.

Vollsperrung wird aufgehoben – Restarbeiten bis Monatsende

Nach Aufhebung der Vollsperrung sind bis voraussichtlich Ende September Restarbeiten durchzuführen, die punktuelle halbseitige Sperrungen erfordern. Die Restarbeiten beinhalten die Herstellung der Bankette und Arbeiten im Ortseingangsbereich Orlach.

Zudem muss bis zum kommenden Frühjahr rund 650 Meter unterhalb von Orlach, auf einer Länge von rund 50 Meter, eine Engstelle mit einer Ampelregelung eingerichtet werden. Diese verkehrliche Einschränkung ist erforderlich, da sich dort im Frühjahr 2018 eine weitere Rutschung ereignete.

Diese Rutschung aus dem Jahre 2018 steht nicht in direkter Verbindung mit dem Hochwasserschaden von 2016. Die beauftragte Baugrunduntersuchung ergab, dass hier eine andere Lösung (Bohrpfahlwand) als in den bisherigen Abschnitten ausgeführt werden muss, die noch einer genaueren Planung bedarf. Deshalb war eine Beseitigung der Rutschung noch im Rahmen der aktuellen Vollsperrung nicht möglich. Die Maßnahme soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 im Rahmen einer circa 8 Wochen langen Vollsperrung ausgeführt werden.


Foto: René Engmann