Tragischer Großbrand – Tiere bei lebendigem Leib verbrannt

Brände Main-Tauber-Kreis

Boxberg. Ein tragischer Großbrand ereignete sich am Mittwochnachmittag, des 29.08.2018, im Boxberger Ortsteil Unterschüpf. Dabei brannte ein landwirtschaftliches Gebäude samt Stallung für Tiere bis auf die Grundmauern nieder. Leider fielen den Flammen 15 Tiere zum Opfer, die bei lebendigem Leibe verbrannten. Die Feuerwehren aus Boxberg, Kupprichhausen, Lengenrieden, Oberschüpf, Unterschüpf, Schweigern und Bad Mergentheim waren im Großeinsatz. Der entstandene Schaden liegt bei über 150.000 Euro.

Landwirtschaftliches Gebäude brannte lichterloh

Um 17.13 Uhr heulten die Sirenen in und um Unterschüpf und alarmierten somit die Feuerwehren aus dem gesamten Gebiet. Am Ortsrand von Unterschüpf in Richtung Schweigern stand ein landwirtschaftliches Gebäude samt Stallung im Vollbrand. Bereits auf der Anfahrt, aus sämtlichen Himmelsrichtungen der Feuerwehren, war eine pechschwarze hundert Meter hohe Rauchsäule zu erkennen, die kilometerweit zu sehen war. Vor Ort brannte das Gebäude in voller Ausdehnung, das größtenteils als Strohballenlager diente und zugleich eine Stallung für Tiere beherbergte, wie das Polizeipräsidium Heilbronn mitteilte.

15 Tiere bei lebendigem Leib verbrannt

Viele der in der Scheune untergebrachten Tiere konnten nicht mehr gerettet werden. 15 Tiere verbrannten bei lebendigem Leib. Die restlichen konnten sich in das Freie retten, wobei diese apathisch umherirrten. Die Schreie jener Tiere, die ein Raub der Flammen wurden, hallten durch die gesamte Umgebung, wie Augenzeugen schmerzlich berichteten.

Großeinsatz der Feuerwehren

Der Brand führte zu einem enormen Einsatzaufkommen, wobei die Freiwilligen Feuerwehren Boxberg, Kupprichhausen, Lengenrieden, Oberschüpf, Unterschüpf, Schweigern und zur Überlandhilfe mit einem kompletten Löschzug die Freiwillige Feuerwehr Bad Mergentheim anrückten. Ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes stand als Absicherung bereit. Ferner waren die Helfer-vor-Ort (HvO) Boxberg und die Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst (SEG) Bad Mergentheim vor Ort. Die gesamte Personalstärke geht weit an die 100 Einsatzkräfte.

Nachlöscharbeiten dauern an (Stand: 29.08.2018 | 20.45 Uhr)

Auch nach Stunden sind die Einsatzkräfte der Feuerwehren damit beschäftigt, den Brand vollständig zu löschen. Wohl bis weit in die Nacht werden die Löscharbeiten andauern, da die gepressten Strohballen Schicht für Schicht auseinandergenommen und abgelöscht werden müssen, um weiteren Glutnestern vorzubeugen. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf über 150.000 Euro. Die Brandursache ist völlig unklar. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.


Foto: René Engmann