PKW bei schweren Verkehrsunfall unter Sattelauflieger eingeklemmt

Unterfranken Verkehrsunfälle

B468/Helmstadt. Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem PKW und 40-Tonner ereignete sich Dienstagnacht (21.08.2018) auf der B468 unterhalb der Bundesautobahn 3 bei Helmstadt. Ein 40-Tonner fuhr verbotswidrig aus einem Waldgebiet auf die Bundesstraße. Der Fahrer eines PKW prallte dabei seitlich frontal unter den Sattelzug. Mit schwerem hydraulischem Gerät musste dieser aus dem Wrack geschnitten werden. Ein kurzzeitiges Ableben des PKW-Fahrers stand bevor, konnte jedoch durch den unermüdlichen Einsatz der Einsatzkräfte abgewendet werden.

PKW-Fahrer rang mit dem Tod

Um 22.36 Uhr kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der B468 zwischen beiden Anschlussstellen von Helmstadt, direkt unterhalb der A3. Ein Sattelzugfahrer, der zuvor verbotswidrig in einem Waldweg pausierte, wollte wiederrum verbotswidrig auf die B468 einfahren. Während der Sattelzug bereits vollständig auf der Bundesstraße stand, jedoch über beide Fahrspuren, konnte ein PKW-Fahrer, der aus Fahrtrichtung Helmstadt kam, nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Toyota stieß mit enormer Wucht unter den Sattelauflieger und verkeilte sich. Drei Ersthelfer die unmittelbar Ohrenzeugen wurden, setzten einen Notruf ab und kümmerten sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte um die Unfallbeteiligten.

Der Fahrer des Toyotas wurde dabei schwerst eingeklemmt. Der PKW musste durch einen Seilwindeneinsatz unter dem Sattelauflieger hervorgeholt werden, damit anschließend mittels hydraulischer Rettungsscheren, der PKW-Fahrer und dessen Beifahrerin aus dem Fahrzeug geborgen werden konnten. Der PKW-Fahrer erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen, die anfänglich noch ein zeitnahes Ableben andeuteten. Die Beifahrerin wurde schwer verletzt. Beide Insassen des Toyota wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Sattelzuges erlitt einen schweren Schock.

Falsches Alarm-Stichwort löste Großalarm aus

Die Freiwilligen Feuerwehren aus der gesamten Umgebung, darunter Helmstadt, Oberaltertheim, Kist, Waldbrunn, Reichenberg, Hettstadt und Holzkirchhausen wurden mit über 60 Einsatzkräften mit dem Alarm-Stichwort schwerer Verkehrsunfall »Bus mit LKW« und eingeklemmten Personen alarmiert. Aufgrund dieses Stichworts rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot an. Vor Ort stellte sich glücklicherweise die Situation anders – jedoch auch schwer – dar. Geschuldet war dies nicht durch die Feuerwehren, sondern der abgebenden Personen des Notrufes.

Vollsperrung und hoher Sachschaden

Die B468 war für über zwei Stunden aufgrund der Rettungs-, Einsatz-, und Reinigungsmaßnahmen voll gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Feuerwehren überörtlich umgeleitet. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.