Beinahe-Katastrophe zwischen LKW und Zug – Triebfahrzeugführer verhindert schlimmeres

Main-Tauber-Kreis

Tauberbischofsheim. Es hätte am Montagnachmittag des 20.08.2018 in Tauberbischofsheim in einer Katastrophe enden können. Glücklicherweise reagierte ein Triebfahrzeugführer rechtzeitig und leitete eine Bremsung seines Zuges ein. Ein LKW-Fahrer fuhr mit seinem Gefährt, trotz rotem Blinklicht, über einen unbeschrankten Bahnübergang.

LKW-Fahrer fährt trotz Blinklicht auf Bahnübergang

In den Nachmittagsstunden befuhr der Fahrer eines LKW die Straße »Am Fronbrunnen«, aus der er zuvor aus dem nördlichen Industriegebiet kam. Die Straße teilt sich auf Höhe eines Bahnüberganges in zwei Teile, wobei diese auch als »Panzerstraße« bekannt ist. Der LKW-Fahrer bog nach rechts auf einen unbeschrankten Bahnübergang, um über diesen auf die darunterliegende K2815 zu gelangen. Obwohl der Bahnübergang ausdrücklich mit rotem Blinklicht signalisierte, dass ein Zug herannaht, begann der LKW-Fahrer über den Bahnübergang zu fahren.

Triebfahrzeugführer leitete Bremsung ein

Der LKW-Fahrer und dessen Beifahrer erkannten den Zug, konnten gerade noch die Überfahrt abschließen; wobei der Triebfahrzeugführer bereits eine starke Bremsung – wie Zeugen berichteten – einleitete, um einen schweren Zusammenstoß zu verhindern. Der Schrecken saß bei allen Beteiligten tief. Verletzt wurde niemand. Wie das Polizeipräsidium Heilbronn mitteilte, führte vermutlich die tiefstehende Sonne dazu, dass der LKW-Fahrer das Haltesignal nicht erkannte. Er muss nun mit einer Anzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen.


Foto: René Engmann