Verbot der Wasserentnahme des Gemeingebrauchs im Hohenlohekreis

Hohenlohekreis

Hohenlohekreis. Mit Wirkung vom kommenden Donnerstag, 16. August 2018 an, verbietet das Landratsamt Hohelohekreis mit sofortiger Wirkung, durch eine Allgemeinverfügung, die Wasserentnahme im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauches aus oberirdischen Gewässern und dem Grundwasser. Die weiter anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate und die überdurchschnittlich hohen Temperaturen haben dazu geführt, dass die Wasserpegel der Flüsse und Bäche im Hohenlohekreis nochmals weiter gesunken sind.

Verbot der Wasserentnahme des Gemeingebrauchs

Das Landratsamt Hohenlohekreis hatte bereits um Zurückhaltung bei Wasserentnahmen gebeten (wir berichteten). Um die Wassermengen nicht zusätzlich weiter zu verringern, untersagt das Landratsamt mit einer Allgemeinverfügung die Wasserentnahme im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauches mit Wirkung vom 16. August 2018. Aus oberirdischen Gewässern und dem Grundwasser darf ohne Erlaubnis kein Wasser zur Bewässerung und Beregnung entnommen werden.

Verboten sind hiermit:

  • Tränken und Schwemmen von Tiere
    • Tiere in einer Wasserstelle baden
    • Tiere in einer Wasserstelle waschen
    • Tiere in einer Wasserstelle trinken
  • Private Bewässerung und Beregnung von
    • Gärten
    • Sportplätzen

Erlaubt bleiben:

  • Baden
  • Schöpfen von Hand mit Eimern und Gießkannen
  • Hund im Wasser
  • Schadloses einbringen von Niederschlagswasser
  • Fahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft
    • Ruderboot
    • Schlauchboot
    • Kanu
    • Stand Up Paddling
    • Surfbrett

Maximal 50 % der Entnahme bei bereits erteilten Genehmigungen erlaubt

Landwirtschaftliche und gewerbliche Gartenbaubetriebe, die von vornherein einer Erlaubnispflicht bedürfen und diese bereits haben, müssen die bereits genehmigte tägliche Entnahmemenge auf 50 % herabsetzen. Hierzu zählen ebenso erteilte Genehmigungen für Privatpersonen, die über dem geringen Gebrauch die Genehmigung einholen mussten.

Beregnungen ab sofort Nachts – Etwaige Lärmbelästigung muss hingenommen werden

Beregnungen sind ab sofort in der Zeit von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetages erlaubt. Tröpfchenbewässerungen sind von dieser Zeitbeschränkung nicht betroffen.

Die in der Zeit von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetages eventuell auftretenden Lärmbelästigungen durch Fahrzeuge und Pumpen sind für die Dauer der Allgemeinverfügung hinzunehmen.

Bei Verstoß – Bußgelder bis 10.000 Euro zu erwarten

Die Einhaltung des Entnahmeverbotes wird überwacht, wie das Landratsamt Hohenlohekreis mitteilte. Bei Zuwiderhandlungen gegen diese Allgemeinverfügung können Bußgelder gemäß § 103 Abs. 1 Nr. 1 WHG und des § 126 Abs. 1 Nr. 4 WG bis zu einer Höhe von 10.000 Euro verhängt werden.

Vorläufige Frist bis 15. September 2018

Die Allgemeinverfügung wird zunächst bis 15.09.2018 befristet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Niederschlagssituation in den nächsten Wochen entwickelt. Sollte sich an der Wetterlage bis dahin nichts geändert haben, wird eine Verlängerung der Allgemeinverfügung in Betracht gezogen.


Weitere Berichte zum Thema:

09.08.2018 – Dürreperiode – In Flüssen und Bächen im Hohenlohekreis wird das Wasser knapp


Foto: René Engmann

Nachträgliche Ergänzung - 15.08.2018
Entgegen des ersten ursprünglichen Berichtes vom 14.08.2018, deren irreführender Inhalt durch das Landratsamt Hohenlohekreis ausgegeben wurde, wurde der ursprüngliche Bericht durch weitere informative Inhalte am 15.08.2018 ergänzt und ausgebessert.