Neue Verkehrsführung der L508 Wertheim hat sich bewährt

Main-Tauber-Kreis

L508/Wertheim. Die neue, einspurige Verkehrsführung auf der L508 in Wertheim bergauf in Fahrtrichtung Wartberg hat sich bewährt. Sie soll dauerhaft fortgeführt werden. An die Stelle der provisorisch montierten Leitschwellen soll eine neue Fahrbahnmarkierung treten. Über dieses Ergebnis einer Runde mit Verkehrsfachleuten und Vertretern der Bürgerschaft informierte Wertheims Bürgermeister Wolfgang Stein am Montag im Gemeinderat.

Testzeitraum ein voller Erfolg

Seit Anfang Mai ist der zweispurige Straßenabschnitt aus Wertheim-Stadt kommend in Fahrtrichtung Wartberg auf eine Fahrbahn reduziert. Die früheren Rechtsabbiegespuren wurden durch Leitschwellen abgetrennt. Das Abbiegen Richtung Wartberg und Reinhardshof ist seitdem nur noch über die Geradeausspur möglich. Über einen Zeitraum von drei Monaten wollte man erproben, ob die Gefahrenstrecke so entschärft werden kann. Unfallträchtig waren in der Vergangenheit vor allem die Ausfahrten auf die L508.

In einer großen Gesprächsrunde im Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Stein wurden die Erfahrungen der Versuchsphase ausgewertet. Zu Wort kamen Polizei, Kreisstraßenbauamt, Ordnungsamt, weitere Mitglieder der Verkehrskommission sowie die Stadtteilbeiräte Wartberg und Reinhardshof, ebenso der DRK-Rettungsdienst und das Busunternehmen, das die Stadtbuslinie bedient.

Alle Teilnehmer beurteilten die neue Streckenführung positiv und plädierten für die dauerhafte Fortführung. Sie waren sich einig: Die Ausfahrt aus Wartberg und Reinhardshof ist sehr viel sicherer geworden. Der Streckenabschnitt ist nachweislich entschärft. Die Versuchsphase verlief bisher komplett unfallfrei. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres kam es hingegen zu vier Verkehrsunfällen. Zwar fehlt jetzt beim Bergauffahren die Überholspur, aber der damit verbundene Zeitverlust ist minimal und zugunsten höherer Sicherheit vertretbar. So die übereinstimmende Bewertung aller.

Leitschwellen sollen vorerst bleiben

Die Stadtverwaltung wird nun in Gesprächen mit dem Regierungspräsidium, das für die Landesstraße zuständig ist, darauf hinwirken, dass die Leitschwellen über den Versuchszeitraum hinaus montiert bleiben, bis die dauerhafte Lösung umgesetzt werden kann. Die neue Verkehrsführung soll ohne Schwellen auskommen: Die Einteilung der Fahrspuren könnte stattdessen per Markierung auf dem Straßenbelag angezeigt werden. Dabei will man noch einige Verbesserungen umsetzen: Die verbleibende Fahrspur soll etwas breiter und eher mittig ausgerichtet werden. Die Einfahrten Richtung Wartberg und Reinhardshof will man geringfügig verlängern.


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Foto: Stadtverwaltung Wertheim am Main