Über 100 Einsatzkräfte bei Großbrand in Pülfringen

Brände Main-Tauber-Kreis

Königheim. Ein Großeinsatz forderte ein Feuer im Königheimer Ortsteil Pülfringen am späten Samstagvormittag (23.06.2018). Weit mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort um eine Brandkatastrophe zu verhindern. Die Ursache ist bisher unklar. Der Schaden bei 150.000 Euro. Durch einen massiven Wassereinsatz kam es zwischenzeitlich zum »Wasser halt!«. Durch die enormen Mengen sackte der Wasserstand eines Hochbehälters extrem tief ab.

Zahlreiche Notrufe in den Leitstellen eingegangen

Eine Vielzahl von Notrufen erreichte die Integrierte Leitstelle von Feuerwehr und die Einsatzzentrale der Polizei Heilbronn gegen 11.45 Uhr. Die Notrufgeber meldeten einen größeren Brand in der Pülfringer Dorfstraße. Dort solle – so die identischen Auskünfte der Anrufer – eine größere Scheune und noch kleinere Gebäudeteile lichterloh brennen. Die Rauchsäule war bereits aus dem 20 Kilometer entfernten Gottersdorf, einem Ortsteil von Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis, wahrzunehmen.

Sofort wurde Großalarm für die umstehenden Feuerwehren des Landkreises Main-Tauber ausgelöst. Ebenfalls erhielt die aus dem Nachbarlandkreis stammende Freiwillige Feuerwehr Hardheim den Alarm zur Überlandhilfe. Nach und nach trafen die Feuerwehren ein. Bereits auf der Anfahrt konnte eine massive Rauchsäule wahrgenommen werden, die nichts Gutes verheißen ließ.

Vor Ort stellten sich mehrere Vollbrände von Gebäuden dar. Darunter befand sich ein großes landwirtschaftliches Anwesen einer Scheune sowie drei weitere kleine Nebengebäude, die direkt angebaut waren. Die Feuerwehren begannen sofort mit dem Wasserangriff von allen erdenklichen Seiten. Mittels zweier Drehleitern der Freiwilligen Feuerwehren Tauberbischofsheim und Hardheim bekämpfte man aus der Luft die Flammen. Mehrere Riegelstellungen sollten ein Übergreifen auf ein direkt angebautes Wohnhaus und einen nahegelegenen Kindergarten unterbinden. Dies gelang zunächst auch.

Circa 2 Stunden später kam es jedoch bei dem direkt angebauten Wohnhaus zu einem Feuerausbruch, obwohl die Scheune und deren Nebengebäuden bereits bis auf die Grundmauern niedergebrannt, der Brand an sich bereits abgelöscht waren. Grund hierfür, dürfte die noch in den Mauern gesteckte enorme Hitzeentwicklung bei dem Scheunenvollbrand gewesen sein. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte, konnte der Brand am Wohnhaus schnell unter Kontrolle gebracht werden, was glücklicherweise einen geringen Schaden am Wohnhaus hinterließ. Für die meisten Einsatzkräfte hieß es nach über 6 Stunden, Feierabend. Ein Teil stellte noch eine Brandwache bereit. Verletzte gab es keine zu verzeichnen.

Wasserstopp aufgrund Wassermangels

Aufgrund des massiven Wassereinsatzes gegen die Flammen, gab es zwischenzeitlich einen »Wasser halt!«-Befehl. Grund hierfür war ein drohender Wassermangel des Wasser-Hochbehälters, der unter anderem Pülfringen versorgte. Durch die enormen Mengen, die verbraucht wurden, sackte der Wasserstand des Hochbehälters extrem tief ab. Die Leistungsgrenze war erreicht. Der Brand war zu diesem Zeitpunkt bereits weitestgehend gelöscht. In der Zwischenzeit, in dem nicht weiter Wasser entnommen werden durfte, wurden kleine Stroh- und Heuhaufen freigelegt.

Über 100 Einsatzkräfte vor Ort

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutsches-Rotes-Kreuz und Polizei waren mit insgesamt 107 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen vor Ort. Daran beteiligt waren wie folgt die Einsatzkräfte der jeweiligen Abteilung: Königheim (20), Tauberbischofsheim (26), Hardheim (11), Pülfringen (22), Brehmen (12). Die Polizei war mit zwei Streifenwagen und 4 Beamten, das Deutsche-Rote-Kreuz mit einem Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, einem Rettungswagen sowie den Ortsverbänden mit insgesamt 11 Kräften im Einsatz. Main-Tauber-Kreis Kreisbrandmeister Alfred Wirsching machte sich ebenfalls ein Bild.

Ursache unklar – Schaden bei 150.000 Euro

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro. Die Brandursache ist weiterhin Gegenstand der kriminaltechnischen Ermittlungen. Die Feuerwehr musste aus Sicherheitsgründen Teile des ausgebrannten Scheunendaches abreißen.


Fotos: René Engmann