Alexas Mutter appelliert: »Rettet meinen Engel«

Kreis Schwäbisch Hall

Gerabronn. Verzweiflung, Angst und Wut – diese Emotionen begleiten die Familie der fünf Monate alten Alexa aus Gerabronn. Sie ist 5 Monate alt. Die kleine Alexa aus Gerabronn, einer Stadt aus dem Landkreis Schwäbisch Hall, das direkt an die Landkreise Main-Tauber und Hohenlohe angrenzt. Doch Sie hat von der ersten Minute ihres kleinen Lebens, bis zum heutigen Tag ein unfassbares Martyrium vor sich. In ihrem kurzen Leben musste Alexa schon viele Operationen über sich ergehen lassen. Hinzu kommen eine Hirnblutung, Koliken, schlechter Schlaf und Schreiattacken, was für die Eltern schrecklich mit anzusehen ist. Alexa leidet unter Thrombozytopenie, einer schweren Erkrankung des blutbildenden Systems. Nur ein passender Spender kann das Leben des kleinen Mädchens retten. Bislang wurde weltweit noch kein passender Spender für sie gefunden. Alexas Mutter Maria appelliert: »Rettet meinen Engel«! Hierzu rufen wir alle zur Typisierungsaktion am 24. Juni 2018 in Gerabronn auf.

Von der ersten Minute des Lebens bis heute ein Martyrium für Alexa

„Der 29. Januar 2018 sollte der schönste Tag in unserem Leben sein! Wir konnten es kaum erwarten, unsere Kleine endlich in den Armen zu halten“, sagt Mutter Maria. Doch dann kommt alles anders. Die kleine Alexa wird per Kaiserschnitt geholt. Ab da überschlagen sich die Ereignisse: „Es kam der Piks in den Finger für den Bluttest und der Horror begann“, erinnert sich Maria „Ihre Fingerchen hörten einfach nicht mehr auf zu bluten und Alexa lief immer mehr blau an“. Sofort ist der Kinderarzt zur Stelle und die frischgebackene Mutter muss sich von Alexa trennen. Nach endlosem Warten, verbunden mit der Angst der Eltern, was mit ihrem kleinen Engel los ist, teilt ihnen der Arzt die Diagnose mit: Thrombozytopenie, ein Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) – die vor allem für unsere Blutgerinnung von entscheidender Bedeutung sind.

„Die ersten Wochen brachten mich an den Rand der Verzweiflung. Alexa hatte mit Koliken, schlechtem Schlaf und Schreiattacken zu kämpfen. Sie hatte offensichtlich Schmerzen und es war schrecklich mit anzusehen, wie sie gelitten hat.“ Weil weitere Blutuntersuchungen zunächst unauffällig blieben, entscheiden sich die Ärzte, eine Knochenmarkspunktion durchzuführen, um den Schmerzen der Kleinen auf den Grund zu gehen. Dabei stellen sie fest, dass Alexa bereits eine Hirnblutung hatte. Ihr Knochenmark kann keine Thrombozyten bilden und sie benötigt daher eine Transplantation. „Unsere kleine Welt brach zusammen. Täglich schwingt die Angst mit, dass unserem kleinen Engel etwas passiert.“

Die Eltern sind fest entschlossen, alles dafür zu tun, dass ein geeigneter Spender für ihr Kind gefunden wird. „Wir setzen alles in Bewegung, um einen passenden Spender für unsere kleine Tochter zu finden.“, sagt Maria. Dabei ist es ihnen ein großes Anliegen, mit ihrem Appell auch alle anderen erkrankten Patienten zu unterstützen. Die Registrierungsaktion ist für sie eine große Hoffnung und gleichzeitig auch eine Ablenkung. Sie wollen den Kampf gegen die Krankheit gewinnen und Alexa gesund aufwachsen sehen. Daher rufen die Eltern im Namen von Alexa zur Registrierung auf: „Unsere Tochter ist eine echte Kämpferin, aber jetzt braucht sie die Unterstützung der ganzen Bevölkerung. Bitte lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen, und alle Kräfte bündeln“.

Typisierungsaktion am 24. Juni 2018 in Gerabronn

Zusammen mit der DKMS veranstalten die Angehörigen am Sonntag, den 24. Juni 2018 von 11.00 bis 18.00 Uhr in der Stadthalle von Gerabronn (Jahnstraße 5, 74582) eine Typisierungsaktion, bei der man sich vor Ort typisieren lassen kann. Wer bereits in der Spenderdatei registriert ist, ist weiterhin herzlich willkommen.

Die Registrierung vor Ort geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Für Alexas verzweifelte Eltern startet nun die Phase des Hoffens und Wartens: „Wir wollen doch nur eine normale Kindheit für Alexa. Ihr zweites Zuhause soll nicht das Krankenhaus werden. Daher hoffen wir jede Woche auf den erlösenden Anruf: Wir haben einen passenden Spender!“

Alexa soll Leben – Helfen wir ihr! – Hashtag #SaveAlexa

Unterstützen wir Sie auch viral. Hierfür gibt es den Hashtag #SaveAlexa. Helft mit und gebt diesen bei jedem Teilen und Unterstützen mit an. Vielleicht findet sich auch so ein künftig neuer Spender aus einem anderen Teil der Erde.


Foto: René Engmann