Tötungsdelikt in Götzingen – Anklage erhoben

Neckar-Odenwald-Kreis

Buchen/Mosbach. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat Anklage gegen einen Angeschuldigten wegen Verdachts des Totschlags zum Landgericht Mosbach – Schwurgericht – erhoben. Der Angeschuldigte soll seinen Bekannten im Jahr 2013 in Buchen-Götzingen mit einer Pistole im Zorn erschossen, dessen Leichnam in Folie verpackt und in einer Scheune versteckt haben. Erst nach einem verheerenden Großbrand des Grundstückes des Angeschuldigten 5 Jahre später, Anfang Januar dieses Jahres, fand man den Leichnam des Bekannten.

Im Zorn mit Pistole Bekannten erschossen

Dem 54-jährigen Angeschuldigten wird vorgeworfen, im Jahr 2013 auf seinem Grundstück einen damals 56-jährigen Bekannten mit einer Pistole im Zorn erschossen zu haben, als er diesen bei einem Diebstahl überraschte. Den Leichnam soll er anschließend in Folie verpackt und auf dem Zwischenboden einer Scheune unter Stroh versteckt haben.

Angeschuldigter verriet sich selbst

Die Tat konnte aufgrund des Hinweises eines Bekannten des Angeschuldigten aufgeklärt werden, dem gegenüber er Andeutungen über den Tod und Verbleib des 56-Jährigen machte. Die sterblichen Überreste konnten in der Brandruine einer Gaststätte in Buchen-Götzingen durch Spezialisten der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn aufgefunden werden. Der Angeschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme im Januar dieses Jahres in Untersuchungshaft und hat die Tat eingeräumt.

Brandursache weiterhin unklar

Nicht abschließend geklärt werden konnten die Umstände des Brandes der Gaststätte. Konkrete Anhaltspunkte, dass der Angeschuldigte diesen verursacht hat, liegen nicht vor. Ebenso stehen zwei Todesfälle im Bekanntenkreis des Angeschuldigten im Frühjahr dieses Jahres in keinem Zusammenhang mit der vorgeworfenen Tat. Die durchgeführten Ermittlungen haben natürliche Todesumstände ergeben.


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Foto: René Engmann